074_Die Wellen des Lebens reiten - Special Guest: Bettina Kohl - Protagonistin des Films "Betty would go"

Ines Banghard • 3. Januar 2026

074_Die Wellen des Lebens reiten - Special Guest: Bettina Kohl - Protagonistin des Films "Betty would go"

Hallo und herzlich Willkommen,


zum ersten Beitrag im neuen Jahr, und deshalb erst mal natürlich Happy New Year von mir! Heute habe ich wieder einen besonderen Gast für euch, nämlich Betty. Betty ist Protagonistin in dem Film „Betty Would Go: Ride Waves, Surf Life, Save the Ocean“. Heute werden wir einfach ein bisschen über den Film quatschen, ein bisschen Behind the Scenes, und was uns sonst noch so kommt.


(Hinweis: Die Originalquelle ist die Podcastfolge. Der Blogbeitrag wurde basierend auf den Untertiteln erstellt. Daher empfehle ich in diesem Fall für einen leichteren Lese- und Hörfluss eher, die Podcastfolge anzuhören.)


Weiterer Hinweis: In dieser Podcastfolge und in diesem Blogbeitrag wird von Suizid und Freitod gesprochen beziehungsweise geschrieben. Wenn du oder jemand, den du kennst, Suizidgedanken hat, stehen Hilfsangebote zur Verfügung. Niemand ist allein. Telefon: 0800 / 111 0 111 oder 0800 / 111 0 222.


Vorstellung: Wer ist Betty?

Ich: Und ja, jetzt starten wir. Ich übergebe dir, Betty, einfach mal das Wort. Sag ein paar Worte zu dir: Wer bist du überhaupt? Und gib vielleicht schon ein bisschen Einblick in den Film, denn ich habe den Film gesehen, aber unsere Zuhörerinnen und Zuhörer haben ihn ja nicht gesehen. Deshalb fang einfach an mit dem, was dir gerade kommt.


Betty: Alles klar. Hallo, erst mal von Herzen danke, dass ich bei deinem Podcast dabei sein darf. Ich habe mich tierisch darauf gefreut, vor allem weil du meinen Film geguckt hast und wir darüber in Kontakt gekommen sind. Das hat mich sehr, sehr berührt, weil der Film ein ganz großes Herzensprojekt von mir ist.

Jetzt aber erst mal zu mir: Ich bin Bettina Kohl, auch gern Betty genannt, mittlerweile 58 Jahre alt, und ich lebe zwischen Hamburg und Mallorca. Ich bin eigentlich ein totaler Ocean Lover, glaube ich, seit ich laufen kann, so ungefähr. Früher war das Windsurfen jahrzehntelang meine Riesenpassion, ich wollte mal Profi werden. Mittlerweile ist es seit vielen, vielen Jahren das Stand-up-Paddling geworden, insbesondere in der Welle. Damit habe ich erst spät angefangen, ich war, glaube ich, Anfang 40, aber die Welle hat mich immer gerufen. Das ist meine große Passion und auch das Leben am Meer, das mich mittlerweile nach Mallorca gespült hat. Es gibt noch einen anderen Herzensort, in Dänemark, der im Film auch eine große Rolle spielt: Klitmöller. Den kenne ich seit über 40 Jahren, und er ist fast schon Heimat für mich.

Ich bin Flow und Life Transformation Coach. Mit großer Leidenschaft begleite ich Menschen dabei, in den Flow ihres Lebens zu kommen und ihn auch wirklich zu leben. Mein Fokus liegt auf Frauen 40 plus, aber ich habe auch ganz tolle männliche Klienten, und ich begleite jetzt auch eine jüngere Dame, was ein ganz großes Geschenk ist. Ich habe meine eigene Geschichte, warum ich Coach geworden bin. Ich beschäftige mich seit über zehn Jahren sehr, sehr intensiv mit Persönlichkeitsentwicklung, und es hat mein Leben verändert. Jetzt ist es eine große Passion, auch anderen dabei zu helfen, ihr Leben zum Positiven zu verändern. Bei mir dreht sich alles um das Thema Flow, sehr geprägt durch die Erfahrungen, die ich im Laufe meines Lebens mit dem Meer und dem Surfen gesammelt habe. Ich nenne das „the Art of Flow Living“.

Ich bin außerdem seit über 15 Jahren Feng-Shui-Expertin. Dort ging meine Flow-Reise los, jenseits der Meeresleidenschaft, und das fließt natürlich auch in meine Arbeit ein. So arbeite ich mit den inneren und äußeren Räumen. Ich habe einen Sohn, der ist 20. Er lebt überwiegend in Hamburg, ist aber auch viel mit mir auf Mallorca. Darüber freue ich mich sehr. Ich glaube, das war ein ganz guter Überblick.


Der Film: Ein Dreiklang aus Wellen, Surfen und Ozeanschutz

Ich: Super, vielen lieben Dank. Und jetzt ein paar Worte zum Film. Was ich super inspirierend fand: Punkt eins natürlich, ich liebe Wasser, das hat mich komplett gecatcht. Surfen kann ich nicht. Ich war mal auf einem Surf-und-Yoga-Retreat und habe gedacht: „Oh je, oh je, wie kann man sich auf diesem Brett überhaupt halten?“ Nachdem ich den Film gesehen hatte, habe ich mir noch YouTube-Videos von großen Wellen und Surfern angeguckt und gedacht: Die müssen sich doch auf diesem Brett festgeklebt haben, wie geht das, wie kann man da stehen und sich halten? Auf dem Retreat hatte ich so krassen Muskelkater, das war echt heftig. Mich hat also erst mal das Thema Surfen total gecatcht, aber auch das Thema Wasser und dann dieser Dreiklang: die Wellen, das Surfen und dann noch Save the Ocean. Das ist ja im Endeffekt klar ein Film über einen Teil deines Lebens, gleichzeitig aber auch eine Doku, die wichtige Botschaften jenseits der Persönlichkeitsentwicklung transportiert, und das fand ich so wertvoll. Mich würde einfach interessieren: Wie kam es zu diesem Dreiklang, und wie kamst du überhaupt auf die Idee, einen Film daraus zu machen?


Betty: Ja, das ist echt eine Geschichte, und ich versuche, mich kurzzufassen. Das ist wirklich eine Empowerment-Geschichte, deshalb teile ich sie auch so gern. Ich bin ja auch nur ein normaler Mensch. Den Film habe ich mit einer ganz tollen Freundin zusammen produziert, Andrea Hausstedter, die aus der Filmbranche kommt. Wir haben zwei Jahre lang produziert, von 2018 bis 2019, und Anfang 2020 wurde der Film veröffentlicht. Die Premiere war, glaube ich, eine oder zwei Wochen, bevor Corona kam, das war so ein bisschen on point.

Damals war ich eigentlich noch Feng-Shui-Expertin. Ich war selbst gerade im Coaching, ich war Mentee, und meine Mentoren, bei denen ich 2016 angefangen hatte, haben mich gesehen und gesagt: „Du musst deine Geschichte erzählen.“ Ich dachte: „Hä, welche Geschichte?“ Eigentlich war ich mit meinem Feng-Shui-Thema da, weil ich mein Business auf das nächste Level heben wollte, und dann ging es plötzlich viel um meine Geschichte, mit dem Meer und wie auch immer. Das ratterte in mir. Ich war damals sehr stark im Wettkampf, im Stand-up-Paddling, im Racing und in der Welle, ich war auch deutsche Vizemeisterin, und es war alles sehr intensiv.

Ich: Bitte ganz kurz, das fand ich auch interessant: Stand-up-Paddling. Ich kenne es nur so: Ich chille mich auf das Stand-up-Paddle oder mache vielleicht noch Yoga darauf. Dass es überhaupt Wettkampf und Weltmeisterschaft gibt, fand ich interessant.


Ein Verlust, eine Vision und der Entschluss, den Film zu machen

Betty: Ja, das ist dann echt eine ganz andere Liga, ne? Ich liebe es auch, da draufzuchillen, vielleicht zu atmen oder mit der Freundin zu quatschen, aber es geht auch anders. Wenn Leute sagen, das ist langweilig: Nein, guckt den Film, es kann auch anders sein.

Um es kurz zu machen: Ich hatte ein Ticket zur Weltmeisterschaft 2018. Damals hieß es, sie solle in Brasilien stattfinden, und ich dachte: „Wow.“ Ich war qualifiziert. Und dann hatte das Leben erst mal etwas anderes mit mir vor, denn meine Mutter nahm sich 2017 das Leben. Sie wählte den Freitod, und das war, wie sich jeder vorstellen kann, ein totales Drama. Das Leben war von heute auf morgen upside down. Und ich habe damals entschieden, und das weiß ich wie heute: Das Leben geht weiter für mich, und jetzt erst recht. Ich wähle Lebendigkeit, und ich lasse komplett los. Vergiss Kontrolle. Ich habe gesagt: Ich habe keine Ahnung, was das jetzt bedeuten soll, aber es wird irgendeinen Sinn haben, irgendetwas Positives. Das hört sich in dem Zusammenhang natürlich ein bisschen schräg an, aber ich habe gesagt: Das wird einen Sinn haben, und ich gehe jetzt mit Neugier los. Natürlich war ich tierisch sauer, ich war wütend, ich habe geheult, ich habe den ganzen Trauerprozess selbst durchgemacht.

Und jetzt kommt’s: Gleichzeitig hatte ich dieses Ticket zur Weltmeisterschaft. Für 2018 war ich qualifiziert, und es war ein alter Traum von mir, an einer Weltmeisterschaft teilzunehmen. Ich war da 50. Ich dachte: Vergiss es, wie soll ich das hinkriegen? Das hatte ich erst mal ad acta gelegt. Aber es kam auch dieser Impuls: Jetzt hast du eine Geschichte zu erzählen. Ich wusste noch gar nicht, was diese Geschichte wird. Ich habe nur gesagt: Ich werde diesen Weg, der ab jetzt stattfindet, erzählen. Da war noch gar nicht klar, ob es ein Buch wird oder was auch immer.

Ein Jahr später war ich wieder auf einem Retreat von meinen Mentoren, und auf dem Rückflug, im Flieger, war es ganz klar, wie in einem kitschigen Film: Ich guckte in den Himmel und hatte eine Vision. Sie war so stark, dass ich eine ganz krasse körperliche Reaktion hatte. Ich werde einen Film produzieren! Ich sah auch eine Kinoleinwand und einen ausverkauften Saal. Das hatte bisher nichts mit meinem Leben zu tun, das war total krass. Ein Buch zu schreiben ist ja das eine, aber einen Film zu produzieren ist noch mal eine ganz andere Liga.

Ich hatte aber auch schon vorher entschieden, an dieser Weltmeisterschaft teilzunehmen, einfach um teilzunehmen. Ich war eigentlich im Burnout, im psychischen Burnout. Ich hatte kaum Kraft vor lauter Trauer, ich hatte kein Geld, ich hatte keine Zeit für so etwas. Vergiss Trainieren. Die Weltmeisterschaft sollte Ende 2018 stattfinden. Und ich habe einfach, und das ist ein ganz wichtiger Punkt, gerade auch für ganz junge Menschen, beschlossen: Ich nehme teil, ohne zu wissen, wie das funktionieren soll. Und zwar nicht des Sieges wegen, sondern in meinem Fall, um zu zeigen: Es geht weiter. Auch für mich, aber auch, um es anderen zu zeigen.

Dann stieg ich im März aus diesem Flieger aus und überlegte: Okay, du willst einen Film produzieren? Wer macht denn so etwas? Ich hatte gar keine Ahnung. Dann fiel mir meine Freundin Andrea ein, die bis dahin eigentlich eher ein Surfkumpel war. Wir kannten uns vom Strand, wir hatten mal eine Party zusammen gefeiert. Ich hatte eine Telefonnummer von ihr, wir hatten uns aber noch nie verabredet. Ich dachte: Mensch, kannst ja mal anrufen. Und der Witz war: Sie rief mich auf einmal an, und das war ganz krass. Sie sagte: „Ich bin gerade auf der Suche, du bist doch so ein Netzwerker, kennst du jemanden? Ich bin gerade auf der Suche nach einem Projekt.“ Ich sagte: „Okay, lass uns einen Kaffee trinken.“ Und dann nahmen die Dinge ihren Lauf. Wir hatten kein Budget, wir waren beide auch keine Millionärstöchter. Wir hatten dieses weiße Blatt Papier, und sie war ebenfalls völlig gecatcht von der Idee.

Ich hatte ihr grob skizziert: Ich will an dieser Weltmeisterschaft teilnehmen. Ich möchte, dass diese Story gezeigt wird, dieses Umwandeln der Trauer in Energie. Die große Klammer soll das Meer sein, und ich möchte nicht, dass es ein Film über Bettina wird, sondern ich möchte gern Menschen interviewen, die ihre Geschichte übers Meer erzählen und wie das Meer sie vielleicht auch geheilt hat. Also nicht nur über den Sport, sondern eher auch über das Psychologische, die Kraftquelle Meer und vor allem Natur, dass wir uns wieder mit der Natur verbinden und dass wir, was wir lieben, auch schützen. Das Thema Save the Ocean wollte ich ebenfalls adressieren. Das waren drei Themen in einem Film, und wir dachten: Das ist krass, aber so einen Mix gibt es auch nicht. Es gibt diese einzelnen Themenfilme, aber nicht diesen Mix.

So sind wir auf dem weißen Blatt Papier gestartet. Andrea hat eine wunderbare Story geschrieben, aber wir hatten ja immer noch kein Budget. Dann kam das Thema Crowdfunding auf, und das war ein Wort, das ich noch nie gehört hatte. Ich wusste, dass man da irgendwie Geld sammeln kann, und habe dann recherchiert, weil ich dachte: Wir brauchen entweder Sponsoren oder so etwas. Danach hatte ich mehr Fragen als Antworten. Ich könnte jetzt ohne Ende etwas aufzählen, es gab diverse Meilensteine. Wir hatten jede Woche, teilweise täglich, einen Grund aufzuhören. Uns flogen teilweise die Sachen um die Ohren, und wir dachten: Krass, wie sollen wir da weitermachen? Und es kam immer eine Lösung um die Ecke, denn für mich und auch für Andrea war klar: Dieser Film wird produziert. Es war nicht verhandelbar für uns. Das ist eine ganz wichtige Botschaft.


Das Wie loslassen und beim Was bleiben

Ich: Sorry, dass ich da gerade unterbreche, aber genau das ist so wichtig: sich vom Wie komplett zu lösen. Unser Kopf erzählt uns schon, so und so sollte es sein, und das gibt uns auf eine gewisse Art und Weise Kontrolle und Sicherheit. Aber das Was so groß zu machen, dass wir es in unserem Kopf schon erfahren haben und es dadurch auf natürliche Art und Weise in unsere Realität ziehen, und einfach immer dabeizubleiben, trotz aller Stimmen, die der Kopf uns erzählt, was nicht geht und woran es scheitern könnte. Fragen wie „Boah, warum passiert das jetzt schon wieder?“ gar nicht erst zu stellen, sondern einfach den Fokus auf diesem Was zu halten: Da geht es lang, und egal, wie es funktioniert. Punkt.


Ohne Budget: Mut, Sponsoren und ein Tabuthema

Betty: Ja. Ich hatte in meinem Leben schon solche Erfahrungen, aber das war echt next level. Uns sind da Sachen passiert, bei denen wir teilweise sagten: Keine Ahnung, wie es jetzt weitergeht. Und es kam immer eine Lösung um die Ecke, teilweise aus einer ganz anderen Ecke, mit der wir nicht gerechnet haben. Wie gesagt, wir waren ohne Budget unterwegs. Klar, nachher hatten wir ganz wunderbare Sponsorenunterstützung. Wir haben auch Susanne Stampf kennengelernt, die uns in der Kreation sehr beratend zur Seite stand und uns auch beim Thema Sponsoring wahnsinnig geholfen hat. Sie ist selbst Produzentin gewesen beziehungsweise produziert weiterhin und ist auch Journalistin. Auch dazu gibt es eine Geschichte, wie ich sie kennengelernt habe. Das hatte ganz viel mit Mut und Trauen zu tun. Ich bin vielleicht eher mutig, aber bei manchen Sachen habe ich auch gesagt: Kannst du die jetzt einfach ansprechen? Ja, mache ich jetzt, was soll ich verlieren? Und damals haben sich ganz tolle Dinge ergeben.

Bei uns war Geld nicht der Grund mitzumachen. Wir waren begeistert, wir wollten Menschen inspirieren. Wenn der Film bei zwei Menschen das Leben verändert, hat er sich gelohnt. Es war nicht so, dass wir gesagt haben: „Ines, komm, 100.000, machst du mit?“ und du: „Ja, ich bin dabei.“ Nein, wir wollten wirklich etwas bewegen, wir wollten etwas zeigen. Wir adressieren unter anderem das Thema Freitod, wir sprechen über Depression, wir sprechen über die ganze Kraft der Natur und darüber, sich mit sich selbst zu verbinden. Das sind große Themen, und das sind Tabuthemen. Es wird besser, aber es wird nicht viel darüber gesprochen, weil das teilweise mit ganz viel Scham verbunden ist.

Das war auch bei uns eine Riesenentscheidung. Ich hatte das natürlich mit meinem Vater abgesprochen, der noch lebt: Darf ich mit diesem Thema rausgehen? Er wird im Film sogar interviewt und hat sich dazu bereiterklärt. Das war großartig, weil er auch gesagt hat: Es ist jetzt passiert, und das soll anderen Menschen nicht passieren. Und da einfach auch zu zeigen: Es geht weiter.


Hilfe holen und die Sinnfrage

Ich: Ja, das ist ein intensives Thema, und du zeigst wirklich diese Lebendigkeit. Egal, wie ausweglos es erscheint: Man kann sich immer Hilfe holen. Das möchte ich hier auch mal als Botschaft in diesem Podcast mitgeben: Holt euch Hilfe, dann geht es immer weiter. Ich habe selbst nie einen Versuch gemacht, das ist ganz klar, aber ich habe schon mal mit 15 gesagt: „Was zur Hölle soll ich eigentlich auf diesem scheiß Planeten? Es macht keinen Unterschied, ob ich da bin oder nicht da bin.“ Ich weiß, solche Dinge sind auch schnell mal nur dahergesagt, das muss man natürlich differenzieren. Aber wichtig ist, sich Unterstützung und Hilfe zu holen, auch wenn man solche Gedanken und Gefühle hat.


Betty: Ja, es gibt diese Sinnfrage, die stellen wir uns immer wieder. Die stelle ich mir auch heute noch mit 58. Aber unser Leben ist eigentlich die Antwort. Sich da vielleicht mal hinzugeben und auch als junger Mensch zu sagen: Ja, ich habe diese Frage, und ich gehe jetzt mit Neugier los. Das ist so wichtig. Ich muss ganz ehrlich sagen, da bist du natürlich total die Expertin. Aber insbesondere in den letzten Jahren, teilweise auch über meinen Film, weil ich darüber kontaktiert worden bin, habe ich unheimlich viel von jungen Menschen mitbekommen, wie sie strugglen, mit dem Gedanken: „Was soll der Scheiß hier? Warum bin ich hier?“ Zum Glück ja nicht nur, aber ich habe doch das Gefühl, dass sich immer mehr verloren fühlen und die Orientierung fehlt. Dann geht es wirklich darum, dieses Leben zu lernen und ins Vertrauen zu gehen. Ich hatte irgendetwas von dir gelesen, dass wir alle ein Geschenk sind und dass unser Geschenk das Licht in uns ist, das wir in die Welt bringen. Und es ist, muss man ganz ehrlich sagen, unsere Verantwortung, für unser Licht zu sorgen, und nichts anderes. Es geht nicht darum, ob das Licht dadurch scheint, dass ich Handwerker bin, für andere sorge, Surfen gehe oder was auch immer. Es geht nicht darum, dass wir immer alle gut drauf sind, das funktioniert nicht. Das Leben ist Welle, wir können nicht immer nur up, was uns ja sehr suggeriert wird.


Emotionen fühlen und Urvertrauen

Ich: Ja, und gleichzeitig geht es um das Innere. Ich sage immer: Die Emotionen müssen gefühlt werden, sonst werden sie unterdrückt. Das kennen wir alle: Wie bei einem Wasserball, den wir unter Wasser drücken, kommt er wieder hoch. Wenn man Emotionen aber nicht festhält, sondern einfach fließen lässt, dauern sie maximal etwa 30 Sekunden oder so. Mir geht es um diesen inneren Zustand. Wenn man in sich geht und die Augen schließt, sollte er aus Ruhe bestehen, aus Vertrauen, aus Sicherheit ins Leben, aus diesem Urvertrauen, das wir im Endeffekt alle in uns tragen. Denn wir sind alle mit nichts auf diese Welt gekommen, hilflos ausgeliefert, und hatten das pure Urvertrauen in dieses Leben.


Making-of: Crowdfunding, China und Synchronizitäten

Betty: Ja, darum geht es. Das ist bei dem einen mehr da und bei dem anderen weniger, je nachdem, was im Leben passiert ist. Aber auch zu sagen: Du kannst jeden Tag neu entscheiden, selbst wenn du noch nicht weißt, wie.

Deshalb ist dieses Making-of des Films rückblickend so ein irres Beispiel. Wir hatten eigentlich 20, 30 Minuten YouTube geplant oder vielleicht 40 Minuten, und daraus ist nachher ein anderthalbstündiger Film im Kinoformat entstanden, weil sich das so entwickelt hat. Das konnten wir im Projekt gar nicht bremsen und wollten es nachher auch nicht mehr, obwohl wir auch dachten: Okay, wenn es größer wird, haben wir eine größere Postproduction, und dann wird alles teurer. Aber wir haben immer wieder Unterstützung bekommen.

Wir haben uns für Crowdfunding entschieden, und da geht es um All or Nothing. Du gehst auf so eine Journey für 30, 40 Tage, das bestimmst du vorher. In unserem Fall mussten wir mich irgendwie mit einem Kamerateam, mit Andrea oder einem Kameramann, zur Weltmeisterschaft schicken. Erst hieß es ja Brasilien, was noch irgendwie normal war. Plötzlich sollte es nach China gehen. Wir hätten beinahe alles abgeblasen, denn China, und die Reise dahin, das war eine Riesenaktion, nervlich, budgetmäßig und in jeder Hinsicht. Das war eine ganz andere Nummer. Dazu kamen die Boards: Der Container hatte Verspätung, die Boards waren drei Monate irgendwo zwischen Deutschland und China unterwegs. Das war der Horror. Wir haben aber entschieden: Nee, wir machen es. Dass das mit Visum und diesen ganzen Sachen geklappt hat, stand alles erst etwa drei Wochen vor dem Flug fest. Nicht Nägelkauen, aber wirklich krass.

Was ich zum Crowdfunding sagen wollte: Never give up! Du weißt nicht, was um die Ecke kommt. Beim Crowdfunding ist es so: Wir brauchten 10.000 Euro, das war das Reisebudget, nicht das Filmbudget, da kannst du eigentlich zwei Nullen dranhängen. Du bekommst dieses Geld erst, wenn genug Leute dich unterstützen, ob nur 3 Euro oder 300, völlig egal. Sonst geht das Geld verloren, das heißt, es wird auch nicht von deren Kreditkarte abgebucht. Der Stichtag zählt, und wir waren zwei Tage vor dem Stichtag bei 5.500 Euro. „Nicht dein Ernst.“ Uns hat das Fernsehen begleitet, Hamburg 1 hat uns in diesem Projekt immer wieder begleitet, und die waren bei mir zu Hause und meinten: „Heute ist Dienstag, am Donnerstag um 19 Uhr ist das vorbei, und jetzt hast du 5.500 Euro. Wie wollt ihr das denn schaffen?“ Ich sagte: „Keine Ahnung, wir werden das schaffen.“ Ich hatte keine Ahnung, aber mir war klar: Wir lassen uns nicht aufhalten.

Ich habe alle Leute mit WhatsApp genervt. Das ist auch ein psychologisches Ding: Viele geben am Anfang etwas, und am Ende, weil sie es zwischendurch teilweise vergessen. Du hast am Anfang einen Stillstand, du rödelst und rödelst, und es passiert nichts, und du denkst: Hilfe! Und am Schluss passiert noch mal etwas. Ich hatte sogar Leute, die an der Autobahn angehalten und noch ein paar Euro hineingegeben haben. Jeder Euro zählt. Am Mittwochabend waren wir bei 6.500 Euro, und ich dachte nur: Ich kann nicht mehr. Dann war es Mitternacht, ich war völlig fertig, hatte schlaflose Nächte und dachte: Keine Ahnung, ist mir jetzt auch egal, es wird irgendwie klappen. Ich wollte wirklich meinen Rechner ausmachen, ich habe ein MacBook, da fliegen die E-Mails rein, und in der Sekunde, in der ich eigentlich zuklappen wollte, kam die E-Mail: „Herzlichen Glückwunsch, du hast es geschafft.“ Ich dachte: Krass, wie geht das? Das ist selten bei mir: Ich war wirklich sprachlos.

Es war, glaube ich, 0:30 Uhr nachts, und ich saß da und habe noch meinen Sohn geweckt, also nicht geweckt, aber er war auch schon so: „Mensch, Mama, geh endlich ins Bett.“ Ich sagte: „Ey, wir haben es geschafft!“ Wir beide starrten auf diesen Bildschirm, ich werde es nie vergessen. Das war ein irres Gefühl. Dann habe ich noch Andrea angerufen, die dachte, irgendjemand wäre gestorben. Ich sagte: „Ey, wir haben es geschafft!“ Wir haben da echt abgeschrien. Ich habe gesehen, wie viele Summen hereingegangen waren, und ein Unbekannter hatte anonym 3.500 Euro, also die Differenz, aufgestockt. Ist das krass, oder? Ich kriege jetzt noch Gänsehaut, ehrlich, gerade auch beim Erzählen.

Deshalb möchte ich das auch noch kurz zu Ende erzählen, wenn das okay ist, denn der Unbekannte war anonym, und ich hätte ihm am liebsten die Füße geküsst. Ich dachte: Welcher tolle Mensch ist das? Es hat drei Tage gedauert, denn man muss abwarten, ob überall die Kreditkarten stimmen und keiner etwas gefaked hat. Am nächsten Tag wurde alles abgebucht. Es war durch, wir hatten es geschafft. Ich wusste aber immer noch nicht, wer dieser Engel war, neben den anderen 50 Engeln. Man kann die Unterstützer anschreiben, aber anonym. Vier Tage später kam eine ganz lange E-Mail von jemandem aus der Schweiz, einem Windsurfer. Jetzt haltet euch fest: Er war an dem Abend auf Facebook auf der Suche nach einem gebrauchten SUP für seine Freundin. Ich hatte nicht wirklich Werbung geschaltet, es gibt eine Facebook-Seite zum Film, und ich hatte, glaube ich, ein bisschen etwas gemacht, aber keine Kampagnen. Er ist, frag mich nicht, wie, auf unseren Film gestoßen. Wie krass! Er hat gesagt: „Ich finde das cool, ich möchte, dass dieser Film stattfindet, ich stocke auf.“ Er wollte auch nicht weiter erwähnt werden. Ich habe gesagt: „Bitte komm zur Premiere, danke, danke.“ Es war alles gut. Ich hatte nur E-Mail-Kontakt mit ihm, wir haben nie telefoniert. Er hat gesagt: „Alles toll, vielen Dank, ich freue mich tierisch, dass das stattfindet.“ Punkt. Wow. Da lernst du Dankbarkeit, auch fürs Leben.

Das zeigt: Wir wissen nicht, was da draußen passiert, und alles, was wir aussenden, hat einen Ripple-Effekt, in alle Richtungen, positiv und negativ. Und das kommt manchmal zu einem Zeitpunkt zurück, an dem du gar nicht damit rechnest, wie bei diesem Schmetterlingseffekt. Manches merkt man sofort, manches vielleicht erst einen Monat oder zwei Monate später. Aber alles, woran wir arbeiten und womit wir uns beschäftigen: Wenn du entscheidest, „Mein Leben ist gerade Mist, aber ab heute entscheide ich, ich will etwas anderes kreieren“, dann sind es diese Babyschritte. Und dann kommt eventuell Support, mit dem du nicht gerechnet hast, wir nennen das Synchronizitäten. Oder Magnet: Du wirst magnetisch, du wirst magisch anziehend. Und dann sagen wir: „Oh, das kommt out of the blue“ oder „Das ist ja magisch“, aber das ist Physik.

Das heißt natürlich nicht, dass alles nur toll läuft. Ich wünsche mir etwas, und dann flattert es zu mir herunter? Nein, das ist nicht das Leben. Es wäre schön, aber das Potenzial wird enorm viel höher, wenn du dich auf deine Ziele ausrichtest. Und Ziele können sich auf diesem Weg auch verändern, wie bei uns: Der Film ist größer geworden, und es gab nachher kein Kino, weil Corona kam und wir online gehen mussten. Wir hatten ganz große Pläne, die alle nicht stattgefunden haben. Der Film hat jetzt eine andere Aufgabe. Also immer wieder in die Neugier gehen und vertrauen. Bis heute ist das so, denn ich bin auch nur ein Mensch und habe auch komische Phasen in meinem Leben, die sehr herausfordernd sind, auch jetzt, während wir sprechen, das erinnert mich wieder daran. Das ist die Botschaft dahinter, und deshalb erzähle ich so gern, wenn ich den Film im Kino zeige, dieses Making-of, weil es sehr, sehr kraftvoll ist, egal für welches Alter.


Dranbleiben und Vertrauen

Ich: Das ist mega inspirierend. Ich finde es immer echt wichtig, in seinen Zielen zu bleiben und sich gleichzeitig zu erlauben, dass die Ziele sich verändern dürfen, aber eben dabeizubleiben. Und wie du auch sagst, zu wissen: Alles beginnt und endet in uns. Denn was wir uns in unserem Kopf vorstellen, ziehen wir in die Realität, wenn wir daran bleiben. Das ist ein wichtiger Punkt, dieses Bleiben und dann auch dieses Vertrauen.


Energie, Gedanken und Handlung

Betty: Ja, genau. Es startet alles mit unserer Energie. Unsere Energie verändert sich, während wir hier sprechen, die ganze Zeit. Wenn wir achtsam mit unserer Energie sind, und das können auch ganz junge Menschen, merken wir: „Oh, das tut mir gut. Oh, das ist aber Mist.“ Wenn dieser Mist dauernd auftaucht, kann man überlegen: Was kann ich damit tun, wie kann ich anders damit umgehen oder es vielleicht sogar aus meinem Leben herausbekommen? Und an dem, was mir Energie gibt, immer wieder schrauben: Was nährt mich, wo bin ich mit mir connected? Dieser Energie folgen, denn daraus entstehen unsere Gedanken, unsere Gedanken führen zur Handlung, und unsere Handlung kreiert unser Leben. Das ist die Kette. Deshalb finde ich deine Arbeit so wertvoll, weil du mit jungen Menschen arbeitest. Für mich sollte das ein Schulfach sein.


Persönlichkeitsentwicklung als Schulfach

Ich: Das ist tatsächlich auch meine Vision. Aber ehrlich, wir wissen, wie langsam die Schulen sind. Es gibt natürlich Projekte und Leuchtturmbeispiele, aber es geht ja um die breite Masse. Deshalb habe ich irgendwann gesagt: Coaching soll für jedes Kind zugänglich sein. Das war für mich der Grund, die Star deines Lebens Community zu gründen. Deshalb sehe ich mich auf eine gewisse Art und Weise, ich wollte ja schon mit sechs Jahren Lehrerin werden, teilweise gar nicht mehr nur als Coach und Mentorin, sondern auch als Lehrerin für das Fach Persönlichkeitsentwicklung. Warum auf etwas anderes warten, wenn man es selbst aufbauen kann? Wenn dann die Schulen kommen: Mein Programm GAME CHANGER haben wir zum Beispiel auch schon an einer Schule eingesetzt. Der Punkt ist nur: Du brauchst die Kapazität in der Schule, und es geht weiter damit, dass Lehrer eigentlich auch Coaches sein dürften. Dann sind wir bei der pädagogischen Ausbildung, und die hat damit wenig bis nichts zu tun. Ich habe super viele Freunde, die Lehrer sind, daher weiß ich genau, was die in diesem Kontext gelernt haben und was nicht. Das sage ich mir auch.


Betty: Und gleichzeitig: mega Respekt vor dem Lehrerberuf, definitiv wegen der Umstände. Das sollte ein Teil der pädagogischen Ausbildung sein, genauso wie in der Schule dafür Raum sein sollte, denn das ist eine so wertvolle Basis. Man wird mit dem Alter immer weiser, aber wenn ich das Mindset, das ich mittlerweile habe, schon früher gehabt hätte, meinetwegen auch erst in den Zwanzigern oder Dreißigern, hätte mir das vieles erspart. Ich habe ganz viel Tolles in meinem Leben, um Gottes willen, aber da waren auch ein paar Ereignisse, bei denen ich sage: „Boah, darauf hätte ich auch verzichten können.“ Ich glaube, ich wäre da nicht so hineingeschlittert, muss ich ganz ehrlich sagen.


Mein Antrieb: Es Kindern leichter machen

Ich: Ich kenne das auch. Ich bin jetzt erst 37, aber ich habe auch einiges erlebt, wo ich mir denke: Wow. Und das ist mein persönlicher Antrieb, dass Kinder und Jugendliche leichter ihr Traumleben leben und so eine Scheiße, wie ich sie erlebt habe, nie erleben müssen. Ich bin ja erst mit Mentaltraining und Persönlichkeitsentwicklung in Berührung gekommen, als ich 2017 Marathon gelaufen bin. Da habe ich auch gedacht: Was will das Leben jetzt sagen? Willst du mich jetzt eigentlich verarschen? Wenn ich das als Kind und Jugendliche schon gewusst hätte, wäre es viel leichter gewesen. Aber egal, da können wir jetzt wahrscheinlich stundenlang drüber reden.


Der Neugier folgen und sich selbst spüren

Betty: Genau, das ist eben die Arbeit: Wir gehen als Leuchtturm voran. Ich glaube, es ist so wichtig, dass Kinder früh lernen, denn Dinge passieren, das ist ganz klar. Aber wirklich zu wissen: Ich bin gut, so wie ich bin. Ich habe auch Fehler, aber ich kann entscheiden: Okay, ich entscheide mich dafür, daran zu arbeiten, wenn ich etwas an mir selbst gar nicht so gut finde. Wenn wir unserer Lebendigkeit folgen, geht es später auch um die Berufswahl und so weiter, und da darf man auch mal den Druck rausnehmen. Manche wissen es sofort, andere nicht, und das ist auch okay. Aber dann geh raus mit Neugier, auf Entdeckungstour, und folge deiner Neugier. Ein paar Wochen Sofa sind okay, ein paar Monate nein, denn wir lernen durch Erfahrung. Wenn wir sagen: „Ich probiere das aus, oh, das ist es nicht, das ist es nicht, ah, das fühlt sich plötzlich gut an“, dann folge ich dem. Das halte ich für extrem wichtig, anstatt etwas zu machen, was andere sagen, dass es gut wäre. Probier es ruhig mal aus, wunderbar. Aber wenn man etwas nur aus gesellschaftlichen Umständen heraus macht, dann geht auf Dauer das Licht aus, die Energie geht runter, und wir verlieren die Connection zu uns selbst. Ich glaube, das ist für Kinder so wichtig: dranbleiben, sich spüren. Und wenn man sich nicht spürt, zu sagen: Okay, was probiere ich aus, um mich wieder zu spüren?


Ich: Ja, nur muss man auch erst mal erkennen, dass man sich nicht spürt, weil das …


Betty: Richtig. Und was ist denn wirklich da? Und sich wirklich zu fragen: Ah, so fühlt es sich an.


Selbstliebe ist eine tägliche Entscheidung

Ich: Das ist auch der Punkt, wo ich sage: Die größte Selbstliebe ist im Endeffekt, sich das beste Leben selbst zu geben, und zwar im Jetzt, glücklich, erfüllt und erfolgreich, und nicht nur: „Ich creme mal meinen Körper ein und mache ein Schaumbad.“ Das ist natürlich vielleicht der Eingangspunkt, um sich überhaupt mal mit sich selbst zu beschäftigen, aber die wahre, tiefe Selbstliebe ist noch eine Ebene tiefer: sich selbst das beste und schönste Leben zu geben. Und das ist eine Entscheidung, eine komplette Entscheidung, denn wir können alle durchs Leben gehen als Schöpfer oder, in Anführungsstrichen, als Opfer. Und diese Entscheidung trifft man nicht einmal, sondern jeden Tag erneut. Deshalb sage ich auch: Man wird im Endeffekt jeden Tag neu geboren. Das ist natürlich ein lebenslanges Lernen.


Unterstützung holen

Betty: Das darf man auch gern mitgeben: Es ist nicht so, dass man das einmal macht und dann ist alles ganz easy. Manche Sachen sind leicht, aber manche nicht. Das ist ein Weg, und man lernt immer wieder neu. Und, was du vorhin auch so schön gesagt hast: Holt euch Unterstützung und geht wirklich raus mit euren Themen. Nicht alles für sich behalten. Wenn es im engen Umfeld aus irgendwelchen Gründen nicht möglich ist, dann sucht euch professionelle Hilfe und schämt euch nicht dafür, oder man geht raus und lernt plötzlich Menschen kennen. Ich habe gesagt: „Ich habe keine Ahnung, wo es langgeht, aber ich wähle Lebendigkeit“, und mir sind Menschen begegnet, die ich vorher nicht kannte, zum Thema Magie oder einfach out of the blue, wo ich dachte: Wow, das war jetzt ein toller Impuls. Ohne dass sie es wussten, haben sie mir den Tag verschönert und mich wieder ein Stück weiter aus meinem Loch geholt, in dem ich in dem Moment vielleicht war. Da können wir genau unterstützen, und deshalb ist deine Arbeit so wichtig, denn viele verkriechen sich in sich selbst und denken: „Das muss ich jetzt alleine klarmachen.“ Nein, das ist der schwere Weg.


Ich: Ja. Und ich sage mal so: Die Themen, die wir als Erwachsene haben, kommen meistens aus der Kindheit und Jugend. Deshalb gibt es ja Tools und Techniken wie die Heilung des inneren Kindes. Also fangen wir doch da an: Nicht wir Erwachsene heilen unsere inneren Kinder, sondern wir bringen uns als Kinder so weit, dass sie gar nicht erst heilen müssen, sondern einfach ihre Potenziale und ihre PS auf die Straße bringen. Da ist so eine Power dahinter. Ich glaube, wir können beide lange darüber reden. Ich habe eigentlich immer gesagt, meine Podcastfolgen gehen nicht länger als 30 Minuten. Wir sind jetzt schon deutlich drüber. Ich finde es auch noch okay, aber wir sollten jetzt zum Schluss kommen. Deshalb, vielleicht, Betty, noch eine Botschaft, die du in ein, zwei Sätzen auf den Punkt mitgeben möchtest.


Abschlussbotschaft: Tu, was dir guttut

Betty: Gern. Eines meiner Mantras ist, entschuldigt, ein bisschen Englisch: „Do whatever is good for you and go for your dreams.“ Also: Mach immer das, was dir guttut, und folge deinen Träumen. Das ist so wichtig. Schaut nach euren Herzenswünschen, hört auf eure innere Stimme, Aufgeben ist keine Option, und vertraut. Geht offen, mutig, authentisch und ehrlich durchs Leben, überwindet Ängste, lernt Mut, seid mutig, und dann tut sich Magisches auf. Nutzt die Power, die in euch steckt. In euch steckt so viel mehr, als ihr vielleicht denkt oder wisst.


Ich: Definitiv. Danke schön. Und natürlich werde ich den Film verlinken. Herzenseinladung: Schaut ihn euch gern an, auch als Familie zusammen, und sprecht darüber. Jetzt habt ihr auch noch die Background-Story dahinter. Dann bleibt mir, beziehungsweise uns, nichts anderes übrig, als erst mal danke fürs Zuhören zu sagen und euch einen wunderschönen Tag zu wünschen. Danke. Tschüss.


Hinweise zu Beitrag

In diesem Beitrag blicken wir hinter die Kulissen des Films „Betty Would Go“. Wir sprechen über die Entstehungsgeschichte des Films. Darüber hinaus erzählt Betty einige empowernde Geschichten über das Making-of. Weiter sprechen wir gemeinsam über das Urvertrauen, darüber, wie wir uns noch lebendiger fühlen, und darüber, wie wir die Wellen des Lebens reiten.

Wir wünschen dir ganz viel Spaß beim Zuhören.

Alle Infos zum Film und zu Betty findest du hier: https://bettywouldgo.com/ (Ich habe mir den Film auf Amazon angeschaut, er ist in Prime enthalten.)



Alles Liebe,

deine

von Ines Banghard • 3. Oktober 2026
Resilienz trifft IT: Im Gespräch mit David Kaselow geht es um mentale Widerstandsfähigkeit, Angst vor KI, Berufseinstieg junger Menschen und viel mehr.
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