074_Die Wellen des Lebens reiten - Special Guest: Bettina Kohl - Protagonistin des Films "Betty would go"

Ines Banghard • 3. Januar 2026

074_Die Wellen des Lebens reiten - Special Guest: Bettina Kohl - Protagonistin des Films "Betty would go"

Hallo und herzlich Willkommen,


zum ersten Beitrag im neuen Jahr und deshalb erstmal natürlich Happy New Year von mir…und heute habe ich wieder einen besonderen Gast für euch und zwar nämlich die Betty und die Betty, die ist Protagonistin in dem Film Betty Would go, Ride Waves, Surf Life, Safe the Ocean. Und heute werden wir einfach ein bisschen über den Film quatschen, bisschen behind the scenes und was uns sonst noch so kommt.


(Hinweis: Die Original-Quelle ist die Podcastfolge…der Blogbeitrag wurde basierend auf den Untertiteln erstellt…daher empfehle ich in diesem Fall eher für den leichteren Lese- & Hörfluss die Podcastfolge anzuhören)


Und ja, jetzt starten wir mal und ich übergebe dir, Betty jetzt einfach mal das Wort, indem du einfach ein paar Worte mal zu dir sagst: Wer bist denn du überhaupt? Und vielleicht einfach auch so ein bisschen schon Einblicke in den Film gibst, weil ich habe den Film gesehen, aber unsere Zuhörer und Zuhörerinnen haben den Film ja jetzt nicht gesehen. Deshalb fang einfach mal an, was dir gerade kommt.“


Betty: „Alles klar. Ja. Hallo also erstmal von Herzen danke, dass ich bei deinem Podcast dabei bin und ich hab mich tierisch drauf gefreut, vor allem weil du ja meinen Film geguckt hast und darüber sind wir ja dann auch in Kontakt gekommen und das hat mich sehr sehr berührt, weil das ein ganz großes Herzensprojekt von mir ist. Jetzt aber erstmal zu mir, also ich bin Bettina Kohl, auch gerne genannt Betty, mittlerweile 58 Jahre alt, ich lebe zwischen Hamburg und Mallorca. Bin ein totaler Ocean Lover eigentlich, glaube ich, seit ich laufen kann, so ungefähr. Ja, früher war das Windsurfen Jahrzehntelang meine Riesenpassion…wollte mal Profi werden…Und jetzt mittlerweile seit vielen vielen Jahren ist es das Standup Paddling insbesondere in der Welle geworden. Da habe ich auch echt erst spät mit angefangen. Da war ich glaube ich Anfang 40 irgendwie und die Welle hat mich aber immer gerufen. Das ist meine große Passion und auch das Leben am Meer, was mich halt mittlerweile nach Mallorca gespült hat. Gibt noch einen anderen Herzensort, der ist in Dänemark, der auch im Film eine große Rolle spielt…das heißt Klitmöller, das kenne ich seit über 40 Jahren und es eigentlich, kann ich schon fast sagen, Heimat für mich. Okay…ja, ich bin Flow und Life Transformation Coach. Mit großer Leidenschaft begleite ich Menschen wirklich in den Flow ihres Lebens zu kommen und den auch wirklich zu leben. Und ja, ich habe so ein Fokus auf, ich sage mal Frauen 40 plus, aber ich habe auch ganz tolle männliche Klienten und ich habe jetzt auch eine jüngere Dame bei mir, die ich begleite und das ist ein ganz großes Geschenk. Ich habe dazu meine eigene Geschichte, warum ich Coach geworden bin. Ich beschäftige mich mit dem Thema Persönlichkeitsentwicklung seit über 10 Jahren sehr, sehr intensiv und es hat mein Leben verändert und jetzt ist es wirklich eine große Passion von anderen, das Leben zum Positiven zu ändern. Und es geht bei mir alles um das Thema wirklich Flow…sehr geprägt durch das die Erfahrung, die ich über das Meer, über das Surfen gesammelt habe im Laufe meines Lebens. Also, ich nenne das so „the Art of Flow Living“. Ich bin auch Fengshui Expertin auch schon seit über 15 Jahren. Da ging sozusagen meine Flow Reise los, jenseits der Meeresleidenschaft…und das fliest natürlich auch in meiner Arbeit mit ein. So arbeite ich halt mit den inneren und äußeren Räumen. Genau. Ich habe einen Sohn, der ist 20. Der lebt auch überwiegend in Hamburg, ist aber auch viel mit mir auf Mallorca. Da freue ich mich sehr drüber und ja, ich glaube, das war mal ein ganz guter Überblick.“


Ich: „Super – vielen lieben Dank. Und jetzt mal ein paar Worte zum Film. Was ich super inspirierend fand, also Punkt eins natürlich, ich liebe ja auch Wasser, das hat mich so komplett gecatcht. Also ich so Surfen kann ich nicht, ich war mal auf einem Surf und Yoga Retreat, da habe ich dann gedacht, „oh je, oh je, wie kann man da überhaupt auf diesem Brett sich halten?“ Ja, also das war für mich so, als ich mir dann den Film angeguckt habe und danach habe ich mir dann auch eigentlich YouTube Videos von irgendwelchen großen Wellen und Surfern und alles Mögliche angeguckt und habe gedacht, die müssen sich doch auf diesem Brett festgeklebt haben, wie geht das, wie kann man da stehen? Und sich halten…und dann auf diesem Surf & Yoga Retreat…also hatte so krassen Muskelkater, das war echt heftig und deshalb, also mich hat es erst mal total gecatcht eben das Thema Surfen, aber auf der anderen Seite halt eben das Thema Wasser und dann dieser Dreiklang so nach dem Motto irgendwie eben die Wellen und dann das Surfen und dann aber noch den safe the Ocean. Also das ist ja im Endeffekt eigentlich, klar, ein Film über Teil von deinem Leben und gleichzeitig aber auch eine Doku, die ja auch super inspirierend, also wichtige Botschaften jetzt mal abseits der Persönlichkeitsentwicklung transportiert und das fand ich so wertvoll und da würde mich jetzt einfach mal interessieren, wie kam es denn zu diesem Dreiklang und wie kamst du überhaupt dir auf die Idee ein Film daraus zu machen?“


Betty: „Ja. Das ist echt eine Geschichte und ich versuche mich kurz zu fassen. Genau…weil das ist auch wirklich, kann ich sagen, eine Empowerment Geschichte. Deswegen teile ich die auch so gerne. Also ich habe ja gesagt, ich bin ja auch nur normaler Mensch, sage ich mal..ich war damals, also der Film, den habe ich mit einer ganz tollen Freundin zusammen, Andrea Hausstätter, die also aus der Filmbranche kommt, produziert und wir haben zwischen zwei Jahre lang von 2018 bis 19 produziert. Genau. Ja. Und der ist ja Anfang 2020 released worden. Ja, die Premiere war also ich glaube eine Woche bevor Corona kam oder zwei Wochen vorher und genau das war so ein bisschen on point und ja, also wie gesagt, ich eigentlich Fengshui Expertin damals noch..ich war selber gerade im Coaching drin, ich war Mentee und meine Mentoren hatten mir.. 2016 hatte ich angefangen, die haben mich gesehen und haben gesagt, du musst deine Geschichte erzählen. Ich so, hä, welche Geschichte? Ich war eigentlich mit meinem Fengshui Thema drin, so weil ich mein Business auf dem nächsten Level heben wollte und dann ging es plötzlich viel um meine Geschichte und ja mit dem Meer und wie auch immer und das ratterte so und und ich bin damals sehr stark im Wettkampf gewesen, also im Standup Paddling, im Racing in der Welle, war auch deutsche Vizemeisterin und es war alles also sehr intens…“


Ich: „Bitte ganz kurz..das fand ich auch interessant… Standup Padling…Das kann ich wirklich nur so: „Ich chill mich auf dieses Standup Paddle oder ich mache vielleicht da noch Yoga drauf, aber so, dass es überhaupt Wettkampf und Weltmeisterschaft gibt, das fand ich auch interessant.“


Betty: „Ja, das ist dann echt so eine ganz andere Liga, ne? Also ich liebe das auch da drauf zu chillen und vielleicht zu atmen oder mit der Freundin zu quatschen, aber es geht auch anders. Also, wenn Leute sagen, das ist langweilig, nein, guckt den Film, es kann auch anders sein. Genau so. Und um es kurz zu machen, also ich hatte ein Ticket zur Weltmeisterschaft für 2018. Damals hieß es, es soll nach Brasilien gehen und ich so, wow. Also, ich war qualifiziert. Mhm. Und dann ereilte aber das Leben, also das Leben hatte erstmal was anderes mit mir vor, weil meine Mutter nahm sich 2017 das Leben. Ja, also sie wählte den Freitod und ich hatte, was natürlich, wie sich jeder vorstellen kann, ein totales Drama war und wirklich, also das Leben ist von heute auf morgen upside down. Und ich habe damals und das weiß ich wie heute entschieden, das Leben geht weiter für mich und jetzt erst recht. Ja, also ich wähle Lebendigkeit und ich lasse los komplett. Also vergiss Kontrolle. Ich habe gesagt, ich habe keine Ahnung, was das jetzt bedeuten soll und ich habe gesagt, es wird irgendein Sinn haben. Es wird irgendwas, wie soll ich sagen, positives haben, was natürlich in dem Zusammenhang wirklich sich ein bisschen schräg anhört, aber ich habe gesagt, das wird einen Sinn haben. Ähm und ich gehe jetzt mit Neugier los… Und natürlich, ich war tierisch sauer, ich war wütend, ich klar, ich habe geheult, ich habe den ganzen Trauerprozess ja selber durchgemacht und jetzt kommt's aber, ich hatte gleichzeitig dieses Ticket zur Weltmeisterschaft. Ähm ein Jahr später sozusagen. Ja. Und also für 2018 war ich qualifiziert und habe das war natürlich total das war ein alter Traum von mir an einer Weltmeisterschaft teilzunehmen und ich war da 50. So und dachte, vergiss es. Also wie wie soll ich das hinkriegen? Das hatte ich erstmal ad acta gelegt, aber es kam auch dieser Impuls rein, jetzt hast du eine Geschichte zu erzählen. Und ich wusste aber noch gar nicht, was diese Geschichte wird. Aber ich habe gesagt, ich werde diesen Weg, der ab jetzt stattfindet, erzählen und da war noch gar nicht klar, wird es ein Buch, wird es ja, weiß ich überhaupt nicht so und jetzt sind wir praktisch ein Jahr weiter, ich wieder auf so einem Retreat gewesen von meinen Mentoren und da kam ganz klar auf dem Rückflug wirklich im Flieger, es war wie in so einem kitschigen Film. Ich guckte in den Himmel und hatte eine Vision.. Und die war so stark, als ich habe echt eine ganz krasse körperliche Reaktion gehabt. Ich werde ein Film produzieren und sah auch so eine Kinoleinwand und einen ausverkauften Saal. Und das war natürlich wie, also das hatte nichts bisher in meinem Leben zu tun. Das war total krass. Also Buch schreiben ist ja das eine, aber ein Film zu produzieren etwas anderes. Genau. Es war noch mal so eine andere Liga. Und ich hatte aber auch schon vorher entschieden, ich werde an dieser Weltmeisterschaft teilnehmen, einfach um teilzunehmen. Und ich hatte, ich war im Burnout eigentlich, also psychischer Burnout. Ich hatte kaum Kraft vor dieser ganzen Trauer. Und ich hatte kein Geld, ich hatte keine Zeit eigentlich für sowas. Also, vergisst, trainieren. Es sollte aber Ende 2018 stattfinden. Und ich habe einfach…und das ist ein ganz wichtiger Punkt auch, also wirklich für auch ganz junge Menschen, ich habe beschlossen, ich nehme teil ohne zu wissen, wie das funktionieren soll. Und zwar nicht um des Sieges wegen, sondern in meinem Fall zu zeigen, ey, es geht weiter. Ja, und auch für mich, aber auch das anderen zu zeigen. So. Und dann steige ich also im März aus diesem Flieger aus und habe dann überlegt, okay, du willst Film produzieren? Wer wer wer macht denn sowas? So, ich hatte gar keine Ahnung. Und dann fiel mir halt meine Freundin Andrea ein, die aber bis dahin eigentlich eher so ein, ich sag mal, so ein Surfkumpel war. Wir kannten uns vom Strand, wir hatten mal eine Party zusammen gefeiert. Wir hatten, ich hatte eine Telefonnummer von ihr, wir hatten uns noch nie verabredet. Okay. Und dann dachte ich so, Mensch, kannst ja mal anrufen. Und der der Witz war, dass sie mich auf einmal anrief und es war ganz krass und sie so ja, ich bin gerade auf Suche, du bist doch so ein Netzwerker, kennst du jemand? Ich bin gerade auf der Suche nach einem Projekt. Und ich so, okay, lass uns ein Kaffee trinken. Ja. Und dann nahmen die Dinge ihren Lauf und wir das heißt wir hatten kein Budget.. Wir waren jetzt aber beide auch nicht irgendwelche Millionärstöchter, sage ich mal…Ja. So. Und wir hatten dieses weiße Blatt Papier und sie war aber auch völlig gecatcht von dieser Idee. Also ich hatte ihr grob skizziert. Ich will an dieser Weltmeisterschaft teilnehmen. Ich möchte, dass diese Story, also dieses Umwandeln der Trauer in diese Energie zeigen und aber die große Klammer soll das Meer sein und ich möchte jetzt nicht, dass das ein Film über Bettina wird, sondern ich möchte gerne Menschen interviewen, die ihre Geschichte übers Meer erzählen und wie das Meer sie vielleicht auch geheilt hat. Also nicht nur über den Sport, sondern es geht eigentlich eher auch um das psychologische, ja, und die Kraftquelle Meer und vor allem der Natur, dass wir uns wieder mit der Natur verbinden und was wir lieben, das schützen wir auch. Also das Thema Safe the Ocean wollten wir auch oder wollte ich auch mit adressieren und das waren eigentlich drei Themen in einem Film, also wo wir auch dachten, okay, das ist krass, aber so ein Mix gibt's halt auch nicht. Es gibt diese einzelnen Themenfilme aber nicht diesen Mix. Ja, so und dann sind wir auf dem weißen Blattpapier gestartet. Andrea hat eine Story geschrieben, eine ganz wunderbare dazu, aber wir hatten ja immer noch nicht das Budget und dann kam dieses Thema Crowdfunding auf und das war ein Wort für mich, was ich noch nie gehört hatte. Ich wusste, da kann man irgendwie Geld sammeln, hab dann danach recherchiert, weil ich dachte, okay, wir brauchen entweder Sponsoren oder sowas. Mhm. Ähm und habe dann recherchiert und hatte mehr Fragen als Antworten hinterher….und ich könnte jetzt ohne Ende was aufzählen..aber es gibt so diverse Meilensteine. Also wir hatten auf der einen Seite jede Woche also wirklich teilweise täglich einen Grund aufzuhören täglich. Also uns flogen die Sachen um die Ohren, teilweise, wo wir echt dachten, krass, wie sollen wir da weitermachen und es kam immer eine Lösung um die Ecke, weil für mich war oder auch für Andrea war klar, dieser Film wird produziert. Also, es war so no, es war nicht verhandelbar für uns. Das ist ganz wichtige Botschaft.“


Ich: „Sorry, dass ich da gerade unterbreche, aber genau das ist nämlich so wichtig… das Wie sich vom Wie quasi komplett zu lösen, weil unser Kopf erzählt uns schon so so und so sollte es sein und das gibt uns ja auf eine gewisse Art und Weise Kontrolle und Sicherheit, aber dieses Was einfach so groß zu machen, dass wie ihr…wir es in unserem Kopf schon erfahren haben und dadurch quasi auf natürliche Art und Weise in unsere Realität ziehen und einfach da immer zu bleiben und alle Stimmen, die quasi der Kopf erzählt, was nicht geht und was jetzt woran es Scheitern könnte und auch dieses boah, warum passiert das jetzt schon wieder… schon gar nicht diese Fragen zu stellen..und einfach diesen Fokus zu halten auf diesem Was und da geht's lang und egal wie es funktioniert. Punkt.“


Betty: „Ja. Und das ist also ich sag mal, ich hatte in meinem Leben schon solche Erfahrungen, aber das war halt echt next level. Weil uns sind da Sachen passiert, also weil wir auch teilweise sagten, ey, keine Ahnung, wie es jetzt weitergeht und es kam immer eine Lösung um die Ecke, aber teilweise aus einer ganz anderen Ecke, die wir gar nicht mit der wir nicht gerechnet haben..Weil wie gesagt, wir waren ja ohne Budget unterwegs. Also wir klar, wir hatten nachher ganz wunderbare Sponsorenunterstützung. Wir sind ja, wir haben ja auch noch die Susanne Stampf kennengelernt, die uns auch mit in der Kreation sehr beratend tätig war und uns auch zum Thema Sponsoring da wahnsinnig geholfen hat. Mhm. Also sie kommt ja selber, ist ja selber auch Produzentin mal gewesen oder produziert auch weiter, ist Journalistin auch und das war die kam halt…auch da gibt's auch eine Geschichte dazu, wie ich die kennengelernt habe… Und das war hat ganz viel mit Mut und Trauen zu tun…Gut, ich bin, ich sag mal vielleicht auch eher mutig..aber trotzdem bei anderen sag, bei manchen Sachen habe ich auch gesagt, so kannst du die jetzt einfach ansprechen, ja, mache ich jetzt, was soll ich verlieren? Und damals haben sich ganz tolle Sachen ergeben und bei uns war halt Geld nicht der Grund mitzumachen. Wir haben begeistert, wir haben gesagt, ey, wir wollen Menschen inspirieren, wenn wir darüber bei zwei Menschen das Leben verändern, hat der Film sich gelohnt. Und wir haben also nicht gesagt, ey, Ines, komm hier, 100.000 machst du mit und Ines, ja, ich bin dabei. Äh nein, das war eher so wir wollten wirklich was bewegen, wir wollten was zeigen, wir wollten dieses Thema, wir adressieren ja das Thema unter anderen Freitod, wir sprechen über Depression, wir sprechen eben über diese ganze Kraft der Natur und sich mit sich selbst zu verbinden. Das sind große Themen und das sind halt Tabutemen, es wird besser, aber da wird halt nicht so drüber gesprochen, weil das teilweise mit ganz viel Scham verbunden ist. Und das war ja auch bei uns eine Riesenentscheidung. Das hatte ich natürlich mit meinem Vater auch abgesprochen, der noch lebt. Ähm darf ich mit diesem Thema rausgehen? Und er ist ja auch, er wird ja auch interviewt sogar im Film, hat sich sogar dafür bereiterklärt und das ist das war großartig, weil er auch gesagt hat, na ja, ist ja jetzt passiert und das das soll anderen Menschen nicht passieren. Genau. Und da einfach auch zu zeigen, es geht weiter.“


Ich: „Ja, das ist ja ein intensives Thema einfach und du zeigst ja wirklich diese Lebendigkeit und selbst auch egal wie ausweglos das irgendwie erscheint, man kann sich immer auch Hilfe holen. Also das jetzt auch mal hier als Botschaft in diesem Podcast. Holt euch Hilfe und dann ja geht's immer weiter. Ja, also ich meine, ich habe auch damals, also ich habe nie so ein Versuch gemacht, das ist ganz klar, aber ich habe schon mal mit 15 gesagt, was zur Hölle soll ich eigentlich auf diesem scheiß Planet? Es macht keinen Unterschied, ob ich da bin oder nicht da bin. Und ich weiß, solche Dinge sind auch schnell mal einfach nur gesagt, das muss man natürlich auch differenzieren. Aber wichtig ist einfach sich Unterstützung und Hilfe dann zu holen, auch wenn man solche Gedanken hat, solche Gefühle und so weiter.“


Betty: „Ja. Ja, es gibt also diese Sinnfrage, die stellen wir uns ja immer wieder. Also, ich meine, die stelle ich mir auch heute noch mit 58, aber unser Leben ist eigentlich die Antwort zu finden, sich da vielleicht mal hinzugeben und auch als junger Mensch zu sagen, ja, ich habe diese Frage und ich gehe jetzt mit Neugier los. Und ich finde, das ist so wichtig, weil ich habe es ja auch, also ich muss ganz ehrlich sagen, da bist du natürlich totaler Expertin…also insbesondere in den letzten Jahren, teilweise auch über meinen Film, weil ich darüber halt auch kontaktiert worden bin, auch unheimlich viel von jungen Menschen mitbekommen, wie die strugglen, also auch dieses ey, was soll der Scheiß hier? Was warum bin ich hier? Also die dann teilweise auch…echt zum Glück ja nicht nur, ne, aber es ich habe doch auch das Gefühl, das wird immer mehr sich lost fühlen und die Orientierung fehlt und dann geht's wirklich darum einfach so ins dieses Leben zu lernen, ins Vertrauen zu gehen und einfach mal…das hast du glaube ich auch in einem, ich hatte irgendwas von dir gelesen oder so dieses einfach wir sind alle ein Geschenk und wir haben und unser Geschenk ist das Licht in uns…, was wir in die Welt bringen. Ja, und es ist eigentlich, muss man ganz ehrlich sagen, unsere Verantwortung für unser Licht zu sorgen und nichts anderes. Und es geht nicht darum, ob das Licht dadurch scheint, dass ich jetzt hier keine Ahnung Handwerker bin oder für andere Sorge oder Surfen gehe oder einfach…es geht nicht darum, dass wir immer alle gut drauf sind, das funktioniert nicht…Das Leben ist Welle, wir können nicht immer nur up, was ja uns sehr suggeriert wird.





Ich: „Ja, und gleichzeitig geht es um das Innere. Ich sag immer, also die Emotionen müssen gefühlt werden, ja, sonst wenn sie unterdrückt werden, das kennen wir alle, wie bei einem Wasserball, drücken wir den unter Wasser kommt er hoch. Aber die Emotionen, wenn man sie nicht fest hält, sondern einfach nur fließen lässt, dann dauern die ja maximal so 30 Sekunden oder sowas…So, aber es geht, finde ich, um diesen inneren Zustand und dieser innere Zustand, der sollte, wenn man in sich geht und die Augen schließt, bestehen aus dieser Ruhe, diesem Vertrauen, dieser Sicherheit ins Leben, diesem Urvertrauen, was wir im Endeffekt ja alle in uns tragen, weil wir alle sind auf diese Welt mit nichts gekommen, hilflos ausgeliefert und hatten das pure Urvertrauen in dieses Leben.“


Betty: „Ja, darum geht es, ne? Und das ist bei dem einen mehr da und bei dem anderen weniger, je nachdem, was auch passiert ist im Leben. Und dann aber auch zu sagen, du kannst jeden Tag neu entscheiden, selbst wenn du noch nicht weißt, wie. Und das ist also deswegen ist dieses Making Off von dem Film so ein irres Beispiel rückblickend, weil frag mich nicht, das war irgendwie krass.. wir hatten eigentlich so 20, 30 Minuten YouTube geplant oder vielleicht 40 Minuten und daraus sind nachher anderthalb Stunden Kinoformat entstanden, weil sich das so entwickelt hat, dass wir das in dem, also in dem Projekt jetzt gar nicht bremsen konnten, nachher auch nicht mehr wollten, weil wir auch mal dachten, okay, wenn es größer wird, dann haben wir auch eine größere Postproduction, wird auch alles teurer, aber wir haben immer wieder Unterstützung bekommen und selbst im Crowdfunding, wo es um All or Nothing geht, also wir haben uns für Crowdfunding entschieden. Ähm und das ist wirklich so, du gehst ja auf so eine Journey für 30, 40 Tage, das bestimmst du vorher. Und in unserem Fall war es, okay, wir müssen mich irgendwie mit einem Kamerateam, mit Andrea oder einem Kameramann nach China, also dann hieß es aber einmal sorry, dass ich das sage noch mal, es hieß ja erst Brasilien, was noch irgendwie normal war. Plötzlich sollte es nach China gehen. Da war ich ja genau, weil ich war jetzt nämlich von Brasilien ausgegangen, habe ich gedacht…wir hätten beinah alles abgeblasen, weil China und Medien, also Entschuldigung, ne? Und überhaupt die Reise dahin, das ist das war eine Riesenaktion nervlich, budgetmäßig und alle anderen Sachen auch. Das war eine ganz andere Nummer und auch da war wieder gesagt auch, dass die Boards verloren erstmal der Container Verspätung hatte und alles. Das war der Horror. Das war die Boards waren drei Monate irgendwo zwischen Deutschland und China unterwegs und das waren alles so, wo wir aber auch entschieden haben, nee, wir machen es aber und dass das mit mit Visum und diesen ganzen Sachen geklappt hat, das war alles erst drei Wochen vor Flug so ungefähr. Also, es war nur mit also nicht Nägelkauen, aber wirklich krass. Aber was ich zum Crowdfunding auch sagen wollte, deswegen never give up. Du weißt, ihr wisst nicht um die Ecke kommt, weil beim Crowdfunding ist es so, also wir hatten, weil wir das Reisebudget, wir brauchten 10 000 € das war nicht das Filmbudget, also da kannst du zwei Nullen dran hängen eigentlich, ne? So und du kriegst dieses Geld erst, wenn du genug Crowdfund, also Leute gefunden hast, die da rein dich supporten. Ob nur 3 € oder 300, völlig egal, sonst geht das Geld verloren. Das heißt, es wird auch nicht abgebucht bei deren Kreditkarte. So das und der Stichtag zählt und wir waren zwei Tage vor dem Stichtag bei 5500 €. Nicht dein Ernst. Und ich hatte das uns hat das Fernsehen begleitet. Hamburg 1 hat immer zwischendurch in diesem Projekt uns begleitet und die waren bei mir zu Hause und meinten auch so, na ja, ähm heute ist Dienstag und am Donnerstag um 19 Uhr ist das doch vorbei und jetzt hast du 5500 €. Wie wollt ihr das denn schaffen? Und ich so, keine Ahnung, wir werden das schaffen. Ich ich hatte keine Ahnung, aber mir war klar, wir lassen uns nicht aufhalten. Und dann weiß ich halt noch, ich hatte dann noch ordentlich, also ich habe alle Leute mit WhatsApp genervt und viele, oh das also auch so ein psychologisches Ding, weil viele am Anfang rein geben und am Ende, weil sie es auch teilweise vergessen zwischendurch. Ja, das heißt, du hast am Anfang so dann so ein Stillstand und du rödelst und rödelst und es passiert nichts und dann denkst du echt so Hilfe und am Schluss ist noch mal so passiert noch mal was. Also das noch mal ganz kurz so und dann hatte ich noch Leute, die hab teilweise an der Autobahn angehalten und noch ein paar Euro reingegeben. Jeder Euro zählt. Dann waren wir bei 6500 am Mittwochabend und ich dachte nur so, ich kann nicht mehr. Und dann war es Mitternacht und ich war völlig fertig und da hast auch schlaflose Nächte und und dann dachte ich ja keine Ahnung, ist mir jetzt auch egal, es wird irgendwie klappen und in dem Moment ich wollte wirklich meinen Rechner ausmachen und ich habe MacBook und da fliegen so die E-Mails rein, also wenn du ein bekommst auch genau und auf einmal kam also wirklich in der Sekunde, wo ich eigentlich zumachen wollte, kam die E-Mail rein, herzlichen Glückwunsch, du hast es geschafft. Und ich so krass, was wie geht das? Und ich war, also das ist selten bei mir. Ich war wirklich sprachlos. Ähm es war irgendwie, ich glaube 12 Uhr oder 00:30 Uhr nachts und ich saß da und hab dann noch mein Sohn geweckt und ich oder was nicht geweckt, aber der war der auch schon so Mensch, Mama, geh endlich ins Bett und ich so ey wir haben es geschafft und wir beide starten auf diesem Bildschirm, ich werde es nie vergessen. Das war so ein irres Gefühl. habe ich noch Andrea angerufen, die dachte irgendjemand wäre gestorben. Ich so, ey, wir haben es geschafft. Wir haben da echt abgeschrien und ich hatte halt gesehen, du siehst, wie viele Summen reingegangen sind und es ein Unbekannter anonym hatte 3500 € also die Differenz aufgestockt. Ist das krass, oder? Und das also krieg jetzt noch Gänsehaut und ich also ich habe jetzt auch gerade Gänsehaut, ehrlich. Genau. Und deswegen ich möchte diese wichtig, das ist so essentieller wichtige Botschaft auch dahinter. Ja, also das ist echt krass. Genau, deswegen möchte ich das auch noch mal kurz zu Ende erzählen, wenn das okay ist, weil natürlich der war anonym und ich so, ey, ich konnte wollte ihm die Füße küssen. Ich dachte so, welcher tolle Mensch ist das? Ja, und es hat drei Tage gedauert. Also dann muss man halt abwarten, ob überall auch die Kreditkarten, ob da keiner gefaked hat. Dann am nächsten Tag wurde alles abgebucht. Also es war durch, wir hatten gewonnen oder wir haben das geschafft. Ich wusste aber immer noch nicht, wer dieser Engel war neben den anderen 50 Engel, die da waren. Ja. Und das hat ich..Du kannst die anschreiben, also aber anonym. Und dann vier Tage später kam eine ganz lange E-Mail von jemandem aus der Schweiz, ein Windsurfer und jetzt halte ich fest, also der war an dem Abend auf der Suche nach einem gebrauchten Sub für seine Freundin auf Facebook und wir hatten, ich hatte nicht wirklich Werbung geschaltet. Es gibt eine Facebookseite zu dem Film und ich hatte, ich glaube, so ein bisschen was gemacht, aber keine Kampagnen oder so und der ist, frag mich nicht wie, auf unseren Film gestoßen. Wie krass. Und gut, der scheint gut Güter zu sein, ne? Also, und er hat gesagt, ich finde das cool, ich möchte, dass dieser Film stattfindet, ich stocke auf. Er wollte auch nicht weiter erwähnt werden. Ich so, bitte komm zur Premiere, danke, danke. Und er ist alles gut. Ich habe mit dem nur eine E-Mailkontakt gehabt. Wir haben nie telefoniert. Er alles toll. vielen Dank, ich freue mich tierisch, dass das stattfindet und Punkt so. Wow. Und da lernst du Dankbarkeit, ne? Also das ist Dankbarkeit auch fürs Leben und das zeigt halt so, wir wissen nicht, was da draußen passiert und alles, was wir aussenden, hat einen Rippleeffekt. Also in alle Richtungen, ne, positiv und negativ. Und das kommt manchmal zurück zu einem Zeitpunkt, wo du gar nicht mit rechnest, weil wie dieser Rippleeffekt, der das auch dieser Schmetterlingseffekt. Manches merkt man sofort und manche merkt man vielleicht erst ein Monat später oder zwei Monate. Ja, aber alles, was wir an uns arbeiten oder womit wir uns beschäftigen, wenn du entscheidest, ja, mein Leben ist gerade Mist, aber ab heute entscheide ich, ich will was anderes kreieren, ja, dann sind es diese Babyschritte, ne? Ja. Und da kommt eventuell Support mit dem du und wir nennen das halt Synchronizitäten, die stattfinden. Genau. Also oder Magnet, das ist ja, du wirst magnetisch, ne? Richtig. Du wirst magisch anziehend. Ja, genau. Und das ist, wo wir dann sagen, oh, kommt out of the blue oder das ist ja magisch, das ist Physik. So heißt natürlich nicht, dass alles nur toll läuft. Ich wünsche mir das, also flattert das zu mir runter. Nein, das ist nicht das Leben. Also, es wäre schön, aber das Potenzial, wenn du dich ausrichtest, ja, auf deine Ziele wird enorm viel höher und auch Ziele können sich verändern auf diesem Weg. Also wie bei uns, dass der Film jetzt größer geworden ist und nein, es gab nachher kein Kino blabla, weil es kam Corona, wir mussten online gehen, das ganze Wir hatten ganz große Pläne, das hat alles nicht stattgefunden, der hat jetzt eine andere Aufgabe, der Film, ne? Ähm und ähm ja, immer wieder in die Neugier gehen, ne? Also und Vertrauen und das ist es war also bis heute ist dieses Projekt, weil ich bin auch noch ein Mensch, ich habe auch komische Phasen in meinem Leben. Ähm und die sind auch sehr herausfordernd und das auch jetzt während wir sprechen, das erinnert mich wieder dran natürlich. Und das ist was du schon sagst, diese Botschaft dahinter., deswegen halte ich auch so gerne, wenn ich den Film zeige, eine Kino und erzähle über dieses Making-of, weil das ist glaube ich sehr, sehr kraftvoll und egal für welches Alter.“


Ich: „Du das ist mega inspirierend, also ich finde es immer echt wichtig und wie gesagt immer in seinen Zielen zu bleiben und gleichzeitig eben sich zu erlauben, dass die Ziele sich auch verändern dürfen, aber eben da zu bleiben, und wie du auch sagsr zu wissen, was halt im Endeffekt alles beginnt und endet in uns. Ja, weil was wir quasi in unserem Kopf uns vorstellen und dann quasi ziehen wir auch in die Realität, wenn wir daran bleiben und das ist halt ein wichtiger Punkt, finde ich, dieses Bleiben und dann quasi auch dieses Vertrauen.“


Betty: „ Ja, genau. Und es startet alles mit unserer Energie. Ja, definitiv. Weil unsere Energie und da können wir jeden, die verändert sich, während wir hier sprechen die ganze Zeit. und wenn wir achtsam sind mit unserer Energie und das können auch schon ganz junge Menschen, und merken, oh, das tut mir gut. Oh, das ist aber Mist. Und wenn dieser Mist dauernd auftaucht zu überlegen, okay, was kann ich denn damit tun, dass ich das eventuell ja damit anders umgehe oder vielleicht sogar aus meinem Leben rausbekomme, wie auch immer, weil dann gibt's für das, was mir Energie gibt, daran immer wieder schrauben, was gibt mir Energie, was nährt mich, also wo bin ich mit mir connected und dieser Energie folgen, weil daraus entstehen unsere Gedanken und unsere Gedanken führen zur Handlung und unsere Handlung kreieren unser Leben. Das ist die Kette. Definitiv und ich sage ja immer deswegen, ich finde deine Arbeit auch so wertvoll, weil du eben mit jungen Menschen arbeitest. Für mich sollte das ein Schulfach sein…“


Ich: „Das ist ja auch meine Vision tatsächlich, aber ehrlich, wir wissen doch, wie langsam die Schulen sind, also es gibt natürlich Projekte und Leuchtturm Beispiele, aber es geht ja um die breite Masse. Deshalb habe ich dann auch irgendwann gesagt, okay, Coaching soll für jedes Kind zugänglich sein. Und das war halt für mich der Grund, warum ich dann gesagt habe, okay, dann gründe ich jetzt einfach die Star deines Lebens Community. Und deshalb sehe ich mich auf eine gewisse Art und Weise, weil ich ja sowieso früher schon mit 6 Jahren Lehrerin werden wollte, sehe ich mich ja schon gar nicht mehr teilweise so nur als Coach, Mentorin, sondern ich sehe mich auch noch so wie Lehrerin für das Fach Persönlichkeitsentwicklung quasi, weil ja, warum auf irgendwas anderes warten, wenn man es auch selber einfach aufbauen kann…Und wenn dann die Schulen kommen, natürlich hatte auch schon mein Programm GAME CHANGER haben wir z.B. auch schon an einer Schule eingesetzt, nur der Punkt ist, du brauchst die Kapazität in der Schule und dann geht es weiter, dass die Lehrer eigentlich Coach auch Coaches sein sollten dürfen und im Endeffekt sind wir dann aber bei der pädagogischen Ausbildung. Ja und das hat hatl damit wenig bis nichts zu tun. Ich habe super viele Freunde, die Lehrer sind, daher weiß ich genau, was  die da in diesem Kontext gelernt haben und was nicht. Ja, und das sage ich mir halt auch okay.“


Betty: „Und gleichzeitig also mega Respekt vor diesem Lehrerberuf. Also definitiv die Umstände, ne? Das eben das Ding, das sollte ein Teil der pädagogischen Ausbildung sein, ne? Genauso wie dafür Raum sein sollte in der in der Schule, weil das ist so eine wertvolle Basis. Also, wenn ich mir überlege, klar, man wird immer weiter sein mit dem Alter, aber wenn ich das Mindset, was ich mittlerweile habe vor in dem Alter gehabt hätte oder meinetwegen auch erst in den 20ern oder 30ern, das hätte mir also ja vieles, also ich habe ich habe ganz viel tolles in meinem Leben, um Gottes Willen…Aber da waren auch echt so ein paar Events, wo ich auch sage so: "Boah, das hätt ich auch drauf verzichten können und ich glaube, ich wäre da nicht so reingeschlittert, muss ich ganz ehrlich sagen…“


Ich: „ Und also ich kenn es ja auch, ich meine, ich bin jetzt erst 37, aber ich habe auch einiges erlebt, wo ich mir denk, wow. Und das ist mein persönlicher Antrieb, dass Kinder und Jugendliche leichter ihr Traumleben leben und so eine Scheiße, wie ich es erlebt habe nie erleben müssen, weil ich bin ja auch bewusst…bin ich ja erst mit Mentaltraining und Persönlichkeitsentwicklung in Berührung gekommen, als ich 2017 Marathon gelaufen bin. Ja, und dann habe ich auch gedacht, was will das Leben jetzt sagen? Willst du mich jetzt eigentlich verarschen? Wenn ich das als Kind und Jugendliche schon gewusst hätte, wäre es viel leichter gewesen und das so… aber egal, da können wir jetzt auch stundenlang, glaube ich, drüber reden.“


Betty: Genau. Also, das ist eben einfach die Arbeit, wir gehen als Leuchtturm voran und fertig ab und ja, und es ist, glaube ich, so wichtig, ne, auch für Kinder so früh zu lernen, weil Dinge passieren, ne? ist ganz ganz klar und aber wirklich so, ich bin gut so wie ich bin, ne? Und auch ja, ich habe Fehler, aber dann auch zu entscheiden, okay, möchte ich diese Fehler vielleicht, wenn wenn man jetzt selber denkt, ey, das finde ich aber gar nicht so gut an mir, ne? Oder wie auch immer zu sagen, okay, ich entscheide mich dafür daran zu arbeiten, weil wenn wir unserer Lebendigkeit folgen und auch eben sagen, das geht ja auch nachher vielleicht um Berufswahl und so weiter, da vielleicht auch mal den Druck. Manche wissen es sofort, andere wissen es nicht und wo ich dann auch sage, das ist auch okay, aber dann geh raus mit Neugier auf Entdeckungstour und folge deiner Neugier. Also jetzt mal ein paar Wochen Sofa ist okay, ein paar Monate nein, weil wir lernen durch Erfahrung und wir und wenn wir erstmal sagen, okay, ich probiere das aus, oh ist nicht, das ist nicht, das ist nicht, ah, das fühlt sich jetzt plötzlich gut an und dem folge ich, ne? Das halte ich für extrem wichtig, anstatt irgendwas zu machen, was dir andere sagen, dass das gut wäre, ey, probiere ich mal aus. Wunderbar, ne? Aber wenn man jetzt etwas macht, nur aus diesem, ich sag mal vielleicht gesellschaftlichen Umständen raus, dass es auf Dauer ja, speziell sagt, definitiv. Ne, da geht das da geht das Licht, da geht das da geht das Licht aus und da geht die Energie runter und dann verlieren wir die Connection zu uns selbst. Und ich glaube, das ist für Kinder so wichtig, dieses dranbleiben, ne, sich zu spüren. Und wenn man sich nicht spürt zu sagen, okay, was dann probiere ich aus mich wieder zu spüren, ne?“


Ich: „Ja, nur muss man auch erstmal erkennen, dass man sich nicht spürt, weil das…“


Betty: „So richtig. Und und was ist denn wirklich? und sich wirklich so ah und so fühlt sich es an.“


Ich: „Also das ist auch, wo ich sag, die größte Selbstliebe ist im Endeffekt sich das beste Leben selbst zu geben und zwar im Jetzt glücklich, erfüllt und erfolgreich und nicht quasi oh, ich creme mal meinen Körper ein und ich mache mal ein Schaumbad,, Das ist natürlich der Eingangspunkt vielleicht um sich überhaupt mal mit sich selber zu beschäftigen, aber die wahre tiefe Selbstliebe ist noch mal eine Ebene tiefer.. quasi sich selber das beste und schönste Leben zu geben. Ja, genau. Und das ist eine Entscheidung. Genau. Korrekt. ist eine komplette Entscheidung, weil wir alle sind können durchs Leben gehen. Wir sind Schöpfer oder in Anführungsstrichen Opfer. Ja. Und das ist eine Entscheidung und die treffen und das aber eine Entscheidung, die trifft man nicht einmal, die trifft man jeden Tag erneut wieder. Und das sage ich auch, man wird im Endeffekt jeden Tag neu geboren. Ja, und das ist natürlich, ich sag mal, ein lebenslanges Lernen.“


Betty: „Ich finde, das darf man auch gerne mitgeben, dass nicht so ja, dann mache ich das jetzt so und dann ist das ja alles ganz easy und so. Ja, manche Sachen sind leicht, aber manche nein. Das ist ein Weg und man lernt immer wieder neu. Und auch ganz genau, was du so schön vorhin auch gesagt hast, holt euch Unterstützung und wirklich auch geht raus mit euren Themen. Also nicht alles für sich behalten. Und wenn man, wenn es vielleicht im engen Umfeld aus irgendwelchen Gründen nicht möglich ist, dann sucht man sich entweder professionelle Hilfe und sich da nicht für zu schämen oder man man geht halt raus und lernt dann eben plötzlich, weil ich gesagt habe keine Ahnung, wo es lang geht, aber ich wähle Lebendigkeit, sind mir Menschen begegnen, die kannte ich vorher auch noch nicht, wo ich zum Thema Magie oder auf the Blue, wo ich dachte, wow, das war jetzt mal ein toller Impuls. Ja, dann plötzlich ohne, dass sie wussten mir made my day. So und haben mich wieder ein Stück weiter aus meinem Loch, wo ich dann vielleicht in dem Moment war, rausgeholt. Aber da können wir echt genau unterstützen, deswegen deine Arbeit super wichtig, weil viele verkrümeln sich so in sich rein und denken, ne, das muss ich jetzt alleine klar machen und nein, das das ist das ist der schwere Weg.“


Ich: „Ja. Und ich sag mal so, die Themen, die wir jetzt als Erwachsene haben, die kommen ja meistens aus der Kindheit und Jugend und deswegen gibt's ja Tools und Techniken wie innere Kindheilung. Also fangen wir doch da an und machen nicht wir Erwachsene heilen unsere inneren Kinder, sondern im Endeffekt wir als Kinder bringen wir uns so weit, dass die gar nicht heilen müssen in dem Sinne, sondern einfach ihre Potenziale auf die Straße zu bringen und ihre PS Ja. Ja. Da ist so eine Power hinter. Genau, ich glaube, wir können da beide lang drüber reden. Also, ich habe eigentlich immer gesagt, ja, okay, meine Podcast Folgen gehen nicht länger als 30 Minuten. Wir sind jetzt schon deutlich drüber. Ich finde es ist auch noch okay, aber wir sollen jetzt mal zum Schluss kommen. Deshalb vielleicht Betty, noch eine Botschaft, die du jetzt noch mal auf dem Punkt so ein zwei Sätzen noch mal mitgeben möchtest.“


Betty: „gerne. Ja, so eins meiner Mantren ist ja wirklich ähm Entschuldigung ist jetzt ein bisschen Englisch do whatever is good for you and go for your dreams, ne? Also mach immer was dir gut tut und folge deinen Träumen. Das ist so wichtig. Also schaut nach euren Herzenswünschen, hört auf eure innere Stimme, aufgeben ist keine Option und vertraut. So so wichtig. offen, mutig, authentisch, ehrlich durchs Leben gehen, Ängste überwinden, Mut lernen, mutig sein und dann tut sich magisches auf. Also nutzt die Power, die in euch steckt und ja, in euch steckt so viel mehr, als ihr vielleicht denkt oder wisst.“


Ich: „Definitiv. Ja. Ja, danke schön. Und natürlich ich werde den Film verlinken, und da Herzenseinladung schaut den euch gerne an, auch gerne als Familie zusammen. Spricht darüber. Jetzt habt ihr auch noch die Background Story dahinter, also von daher. Und dann bleibt mir / uns nichts anderes übrig als erstmal zu sagen, danke fürs Zuhören und habt einen wunderschönen Tag. Danke. Tschüss.


Alle Infos zum Film und zu Betty findest du hier: https://bettywouldgo.com/  (Ich habe mir den Film auf amazon angeschaut; ist in prime enthalten)


Weiterer Hinweis: In dieser Podcastfolge und in diesem Blogbeitrag wird von Suizid und Freitod gesprochen / geschrieben: Wenn du oder jemand, den du kennst, Suizidgedanken haben, stehen Hilfsangebote zur Verfügung. Niemand ist alleine. Telefonnummer: 0800 / 111 0 111 oder: 0800 / 111 0 222


Alles Liebe,

deine

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