069_Nein sagen

Ines Banghard • 6. September 2025

069_Nein sagen

Hallo und herzlich Willkommen,

 

Nein sagen, und zwar aus Selbstliebe zu mir. Das war auch etwas, das ich in meinem Leben lernen durfte, teilweise auch sehr schmerzhaft, und das auch Kids & Teens hin und wieder schwerfällt.

Falls du in diesem Blogbeitrag erwartest zu erfahren, wie man richtig Nein sagt: Ja, das erwähne ich auch mal ganz kurz. Aber beim Nein-Sagen geht es um noch so viel mehr als um das Nein zu Personen, wenn wir gerade keine Zeit haben, oder das Nein zu irgendwelchen Dingen.

Denn, wie gerade erwähnt, und das dürfen wir uns immer im Hinterkopf behalten: Ein Nein zu anderen ist ein Ja zu uns selbst, und zwar aus Selbstliebe zu uns selbst. Und da beginnt die Reise nämlich schon: Nein sagen bedeutet auch, Nein zu irgendwelchen Identitäten von uns zu sagen.

Aber bevor ich erkläre, was ich genau damit meine, lass uns erst mal schauen, warum es manchmal passiert, dass wir öfter Ja sagen, obwohl wir Nein meinen.


Warum wir Ja sagen, obwohl wir Nein meinen

Warum ist das so? Weil wir vielleicht Angst vor der Reaktion unseres Gegenübers haben oder Angst haben, etwas zu verpassen. Zum Beispiel sagen Kids & Teens Nein zu einer Party und haben dann Angst, etwas zu verpassen oder nicht mitreden zu können. Das kannst du auch auf einen Film oder eine Serie übertragen, die vielleicht jeder in der Klasse deines Kindes schaut, und dein Kind hat jetzt das Gefühl, sie auch schauen zu müssen, weil es sonst nicht mitreden kann. Oder dem Influencer beziehungsweise der Influencerin xyz zu folgen, weil sie irgendwelche Moves machen. Ich denke da zum Beispiel an den Busfahrer-Gruß, der vor ein paar Monaten auf TikTok viral gegangen ist, den plötzlich jeder gemacht hat und zu dem ein Teenie zu mir gesagt hat: „Also erst war ich voll verwirrt, dass ich den nicht kannte, aber dann habe ich mir den angeschaut, und dann kannte ich den.“ All das sind Gründe, warum wir nicht Nein sagen können, oder auch bei Fitness-Trends, Mode-Trends, der neuesten Ernährungsform und so weiter.

Manchmal fällt es uns aber auch schwer, Nein zu sagen, weil wir Angst haben, abgelehnt zu werden. Dann ist ein Ja leichter, weil das Ja im Endeffekt nur bedeutet, dass wir uns selbst und unsere Bedürfnisse in dem Moment ablehnen. Manchen fällt es deutlich leichter, sich selbst abzulehnen, als von anderen abgelehnt zu werden beziehungsweise sich durch gesunden Egoismus selbst als Priorität Nummer 1 zu sehen. Auch bei mir war das früher so.

Und noch ein Punkt, warum es uns manchmal schwerfällt, Nein zu sagen: Wenn wir zu anderen Ja sagen, gibt uns das ein gutes Gefühl, dass wir anderen helfen können. Nur ist es manchmal so, dass wir eher uns selbst in den Fokus stellen sollten, denn auch da gilt: So, wie wir uns selbst behandeln, so behandeln uns auch andere. Sehen wir uns selbst nicht als Priorität Nummer 1 in unserem Leben, sehen uns die anderen auch nicht so. Schlussendlich beginnt und endet ja alles in uns.


Auf die Beziehung kommt es an

Und eines will ich natürlich zusätzlich erwähnen: Wichtig ist, immer die Beziehung im Auge zu haben, also zu wem wir Nein sagen. Sind das Eltern, Freunde, Geschwister oder irgendeine x-beliebige Person? Denn bei uns nahestehenden Personen gilt es auch mal, Ja zu sagen, obwohl wir Nein meinen. Und Eltern müssen logischerweise auch mal zu ihren Kindern Nein sagen, weil es nicht nur um die Bedürfnisse des Kindes geht, sondern um die Bedürfnisse aller. Manchmal wäre es für Eltern auch viel leichter, einfach Ja statt Nein zu sagen, aber da muss dann das langfristige Leben des Kindes im Auge behalten werden.

Das sage ich nur am Rande, aber mir ist es wichtig, weil ich auch heute oft sehe, dass bedürfnisorientierte Erziehung völlig falsch interpretiert und gelebt wird und dann ständig Ja gesagt wird. Und ehrlich: Ein Kind, das selten bis nie Nein hört, puh, das wird es später im Leben nicht so leicht haben. Vor allem wenn dieses Kind später mal ein „Nein“ hört, versteht es plötzlich die Welt nicht mehr und stellt sich entweder komplett infrage oder beschuldigt die anderen Menschen.

Aber wie gesagt, nur am Rande: Ich bin kein Coach für Eltern von Kleinkindern. Dennoch gilt: Die Aufgabe von Eltern ist es, die Kinder auf diese Welt vorzubereiten, und da bekommt man halt auch mal ein „Nein“ zu hören und muss auch mit Herausforderungen umgehen können. Die Herausforderung als Kleinkind ist dann eben auch, dass man nicht gleich und sofort alles bekommt. Gleichzeitig macht es auch keinen Sinn, alles zu verbieten.

Genau deshalb sage ich, dass es wichtig ist, die Beziehung zu der Person, zu der wir Ja oder Nein sagen, im Blick zu halten und vor allem langfristig zu betrachten. Ich hatte auch schon bei manchen Dingen in Bezug auf Family & Friends keinen Bock und hätte am liebsten Nein gesagt, aber hier geht es einfach um die Balance. Beziehung lebt durch Geben und Nehmen.


Nein und Ja sind ganze Sätze

Und dann will ich noch auf den Punkt eingehen: Nein und Ja sind ganze Sätze. Im Endeffekt braucht es keine Erklärung. Und auch da darf die Beziehung zu der Person, der wir Ja oder Nein sagen, im Auge behalten werden.

Ich gebe Kids & Teens immer folgendes Beispiel: Wenn euch eure Freundin oder euer Freund fragt, ob ihr Zeit habt, ihm oder ihr eine Aufgabe zu erklären, dann ist das etwas anderes, als wenn euch irgendein Klassenkamerad oder eine Klassenkameradin fragt. Bei euren Freunden solltet ihr euch schon überlegen, ob ihr euch nicht doch die Zeit für sie nehmen wollt, auch wenn ihr zum Beispiel gesagt habt, dass ihr eigentlich etwas ganz anderes zusammen machen wollt. Angenommen, ihr wollt am Dienstag gemeinsam ins Kino, ihr schreibt aber am Freitag Mathe, ihr checkt alles, aber euer Freund oder eure Freundin ist voll verzweifelt. Dann wollt ihr zwar lieber ins Kino, aber ein Nein zum Kino und ein Ja dazu, dass ihr eurem Freund oder eurer Freundin bei Mathe helft und das erklärt, wäre in diesem Fall eher angebracht.

Fragt euch dagegen ein Klassenkamerad oder eine Klassenkameradin, und ihr wollt lieber ins Kino, dann könnt ihr sagen: „Nein, ich habe heute bereits etwas vor, aber ich kann es dir morgen in der Schule in der Pause oder in der Freistunde mal erklären.“ Das aber nur, wenn ihr das wollt.

Klar, hier könntet ihr auch einfach nur Nein sagen, ihr müsst euch nicht erklären. Aber sind wir mal ehrlich: Wir wollen ja alle zwischenmenschliche Beziehungen, die auf Respekt und Wertschätzung basieren, und dann ist es meiner Meinung nach angebracht, kurz eine Ergänzung zu geben und gegebenenfalls auch eine Alternative vorzuschlagen.

Oder genauso sage ich das den Kids & Teens auch: Wenn eure Eltern euch bitten, im Haushalt zu helfen, dann würde ich euch nicht empfehlen, Nein zu sagen, denn da dürft ihr auch einfach sehen, dass eure Eltern euch in allem, was geht, unterstützen. Klar, wenn ihr lernt oder gerade etwas Wichtiges macht, dann könnt ihr sagen: „Jetzt gerade passt es mir nicht, weil xyz. Darf ich das später machen?“ Und dann ist es auch wichtig, das wirklich zu machen.

Das waren jetzt kleine Beispiele, aber eines muss ich auch sagen: Wer erfolgreich im Leben sein will, muss Nein sagen können oder gegebenenfalls, so wie ich, einfach lernen. Immer mit dem Blick: Ein Nein zu anderen ist ein Ja zu uns selbst. Pure Selbstliebe.


Mein Beispiel aus dem Business: Kooperationen und Verkaufsanrufe

Ich gebe dir jetzt einfach ein Beispiel von mir aus dem Business: Jetzt bin ich ja schon ein bisschen bekannter, und ich habe Tage, an denen gefühlt jeder mit mir kooperieren will. Das ist schön, und ich fühle mich auch geehrt, nur darf ich da natürlich auch priorisieren. Und dann: klares Ja oder klares Nein, kein Rumgeiere, kein Überlegen „Oh, hätte ich vielleicht doch …“. Nein: Entscheidung klar und fertig, ab.


Oder ein nervigeres Beispiel: Ich hatte früher auch Tage, an denen mir jeder irgendetwas verkaufen wollte, was fürs Business wichtig sein soll. Zum Glück ist das jetzt nicht mehr so, aber früher gab es ständig irgendwelche Anrufe, irgendeine neue eierlegende Wollmilchsau, aka System zur Neukundengewinnung, oder „Wir bieten Ihnen Plattform xyz“, TV-Spots und so weiter. Eine Zeit lang dachte ich auch, dass ich davon etwas brauche, und ich habe auch schon einiges an Geld investiert, bei dem ich dann dachte: Das hätte ich auch einfach zum Fenster rausschmeißen können. Aber anyway: eine Erfahrung reicher. Ich sollte diese Erfahrung wohl auch machen, um ganz klar zu erkennen, dass es super wichtig ist, Nein sagen zu können.


Wie habe ich solche Situationen gehandhabt? Bei Menschen, die mir etwas verkaufen wollten, sage ich Nein. Wenn sie dann meinten, sie müssten ein Verkaufsskript auspacken und eine Einwandbehandlung starten, habe ich noch mal Nein gesagt. Denn ehrlich, die machen das ja nur, weil sie denken, dass dann vielleicht ein Ja kommt. Aber sorry: So eine potenzielle Kundin bin ich nicht, und so erlebe ich das auch nicht bei meinen Kunden. Ich bin niemand, den man überreden muss. Ich will, und dann mache ich, und Punkt. Und genauso ist es bei meinen Kunden.

Meiner Meinung nach sind Verkaufsskripte dafür da, und Achtung, das ist meine persönliche Meinung, du musst das nicht so sehen, weil man denkt, dass die Menschen dumm sind und man ihnen etwas verkaufen muss, und am besten noch überzeugen und überhaupt erst mal den Bedarf wecken muss. Für mich der absolute Bullshit. Ich meine, irgendwelche Luxusmarken haben auch keinen Verkaufsleitfaden. Sorry, bei Hermès und Co. überzeugen die andere nicht, bei ihnen Kunde zu werden. Im Gegenteil: Die Menschen müssen sie überzeugen, dass sie teilweise überhaupt Kunde sein dürfen, beziehungsweise für ein bestimmtes Produkt X erst mal eine gewisse Verkaufshistorie vorweisen. Das finde ich auch eine krasse Policy, aber das ist ein anderes Thema. Du verstehst, was ich damit sagen will: Die haben kein Verkaufsskript. Ich sehe das so: Menschen, mit denen ich zu tun habe, sind die Schlausten der Welt. Die kapieren, was sie wollen und was nicht, und dann holen sie sich das auch. Punkt, fertig, ab.


Anyway, zurück zu diesen nervigen Marketing-Calls und dazu, was ich dann gemacht habe, denn einfach auflegen will ich ja auch nicht, weil meiner Meinung nach jeder Mensch Respekt und Wertschätzung verdient. Ich habe dann noch mal gesagt: „Sie brauchen hier nicht weiter auszuholen. Ich will nicht, und Punkt.“ Meistens war es dann erledigt. Wer dann immer noch nicht aufgehört hat, dem habe ich gesagt: „Okay, Sie wollen es anscheinend nicht verstehen, dann werde ich jetzt einfach auflegen. Das ist nicht meine Art und Weise, aber wenn es nicht anders geht, dann mache ich das. Wir können uns aber auch gern darauf einigen, uns wie normale Menschen jetzt zu verabschieden.“ Meistens ist dann Stille, und dann: „Okay, dann tschüss.“


Und ja, auch da weiß ich, dass ich manchmal schon zwei bis drei Minuten meiner Zeit vergeude. Aber wie gesagt, da steht für mich dieser Punkt „zwischenmenschliche Beziehungen, Respekt und Wertschätzung“ gegenüber, und man weiß nie, in welcher persönlichen Situation sich ein Mensch befindet. Gleichzeitig haben mir meine Eltern auch immer gesagt: „Man sieht sich immer mehrmals im Leben.“ Okay, eigentlich könnte dieser Blogbeitrag jetzt auch „Zwischenmenschliche Beziehungen“ statt „Nein sagen“ heißen, oder auch „Ja sagen“ oder „Grenzen setzen“.

Aber auch da habe ich mich davon verabschiedet, den perfekten Titel für diese Blogbeiträge zu finden, denn ehrlich: Die richtigen Menschen finden diesen Beitrag eh, und ich rede über das, was gerade aus mir herausfließt. Anyway, weiter geht’s.


Bei seinen Entscheidungen bleiben

Beim Nein oder Ja zu etwas ist es dann auch wichtig, bei seinen Entscheidungen zu bleiben. Ein Beispiel, das ich den Kids & Teens auch immer mitgebe:

Schaut mal, als ich mich damals für meine Bankausbildung entschieden habe, habe ich gesagt, dass ich das mache. Da habe ich nicht nach links und rechts geschaut, ich habe es einfach gemacht. Und ja, ich hatte auch Momente, in denen ich sie am liebsten geschmissen hätte, aber ich bin geblieben, weil ich wusste, dass ich mich dafür entschieden habe. Genauso war es im Bachelorstudium und im Masterstudium und in vielen Situationen in meinem Leben. Da wäre es auf den ersten Blick leichter gewesen, die Dinge zu schmeißen, aber genau da ist es wichtig zu bleiben, weiterzugehen, die Dinge nicht zu verurteilen oder zu beschuldigen, sondern zu wissen, dass alles in euch beginnt und endet, dass ihr bereits der Star eures Lebens seid und dass es eure Aufgabe ist, euch zu der Person zu entwickeln, die das alles mit Bravour meistert. Das ist energetische Klarheit. Das sind die Momente, in denen ihr Quantensprünge macht. Das sind die Momente, in denen Wunder und Magie geschehen! Das sind die Momente, in denen Leichtigkeit eintritt.


Wichtig ist mir dabei: Bei einer Entscheidung zu bleiben heißt nicht, um jeden Preis durchzuhalten. Wenn es dir oder deinem Kind dauerhaft schlecht geht, zum Beispiel durch Mobbing, psychische Überforderung oder eine Situation, die einfach nicht guttut, dann geht die Gesundheit immer vor. Dann ist es kein Aufgeben, sich Hilfe zu holen und die Richtung zu ändern, sondern Selbstliebe. Gesundheit ist und bleibt Priorität Nummer 1.


Und genauso war es mit der Wohnung. Ich habe mich entschieden, dass ich nach Karlsruhe ziehe. Dann kam plötzlich ein anderer Vermieter in Stuttgart um die Ecke und hat mir eine Wohnung 150 Meter neben meiner alten Wohnung angeboten, aber ich bin in meiner Entscheidung geblieben und habe Ja zu Karlsruhe gesagt. Gleichzeitig bin ich auch bei meiner Entscheidung geblieben, dass ich Ja zu einer neuen Gegend in Karlsruhe sage. Ich hätte nämlich auch in mein Heimatdorf Rheinstetten zurückgehen können (und ja, für mich ist es immer noch ein Dorf, auch wenn Rheinstetten mittlerweile Große Kreisstadt ist und dort vor Kurzem das AC/DC-Konzert stattgefunden hat, für mich wird es immer ein Dorf bleiben, mein Dorf). Auch da hatte ich eine Zusage für eine schöne Wohnung, aber sie war halt nur schön und nicht perfekt wie jetzt.

Und genauso ist es bei deinem Kind: Es sagt nach der Schule Ja zu einer Ausbildung oder einem Studium und damit automatisch Nein zu so vielen anderen Dingen, bleibt dabei und wählt danach wieder neu und sagt wieder Ja und wieder Nein. Wir treffen im Endeffekt so viele Entscheidungen in unserem Leben, zu denen wir dann Ja oder Nein sagen.


Klarheit entsteht in uns: Der Kurs SELBSTbewusstSEIN

Aber eines ist auch klar: Man kann nur Ja oder Nein zu Dingen oder Menschen sagen, wenn man in sich selbst diese Klarheit etabliert hat. Und diese Klarheit etabliert dein Kind zum Beispiel für sich in meinem Kurs SELBSTbewusstSEIN. Und diese Klarheit etabliert dein Kind zum Beispiel in meinem Kurs SELBSTbewusstSEIN. Hier wird sich dein Kind all dessen bewusst, was es kann, was es will, was es noch können will und was es overall in seinem Leben will. Gleichzeitig lebt es im Jetzt und genießt jeden Moment seines Lebens und bringt logischerweise seine PS, die bereits in ihm stecken, leichter und schneller auf die Straße, weil es aufgrund seiner Klarheit nicht herumeiert.


Nein zu alten Identitäten

Und jetzt noch ein Punkt, den ich eingangs schon erwähnt habe und auf den ich jetzt noch detaillierter eingehen will: Nein sagen betrifft zum Beispiel auch das Nein zu alten Identitäten von uns. Nein zu unserer Vergangenheit, und zwar nicht, indem wir unsere Vergangenheit ablehnen, sondern indem wir Nein dazu sagen, uns mit den alten Geschichten zu identifizieren.

Manche Menschen kleben so sehr an ihrer eigenen Vergangenheit und sind nicht bereit, diese Identität loszulassen, dass sie ihre Vergangenheit immer und immer wieder erleben, vielleicht in unterschiedlichen Facetten und in einem anderen Lebensbereich, aber sie erleben sie immer wieder, wie ein Teufelskreis, der nie endet.

Auch das ist eine Grenze, die wir setzen dürfen. Das beginnt zum Beispiel schon damit, dass wir nicht immer unsere Vergangenheit erzählen müssen. Du kannst dir das so vorstellen: Immer wenn du emotional über deine Vergangenheit erzählst, oder über die deines Kindes, oder wenn dein Kind über seine erzählt, ist das, als würden wir Kleber daraufschmieren und uns immer mehr daran festkleben, oder wie ein Gummiband, das uns immer wieder zurückzieht zu einer Identität von uns, die wir eigentlich schon längst nicht mehr sind.


"Wichtig ist mir dabei: Ich meine damit nicht, dass wir über Belastendes schweigen sollen. Im Gegenteil: Wenn dich oder dein Kind etwas belastet, darf und soll darüber gesprochen werden, mit Menschen, denen ihr vertraut, oder mit professioneller Unterstützung. Das hilft, Dinge zu verarbeiten. Mir geht es um das ständige emotionale Wiederholen derselben alten Geschichten, durch das wir uns immer wieder mit einer Identität verbinden, die wir eigentlich schon längst nicht mehr sind.“


Deshalb habe ich in diesem Blog Beiträge, in denen ich einmal ganz klar meine Vergangenheit erzähle, für jeden immer wieder zum Anhören. In den darauffolgenden Beiträgen gehe ich gar nicht mehr so tief in meine Vergangenheit hinein: einmal erzählt, für jeden wie gesagt nachlesbar und hörbar, und fertig, ab. Heute fühlt es sich so an, wenn ich über meine Schulzeit erzähle, als wäre das gar nicht ich gewesen, sondern eine dritte Person, über die ich erzähle. Und das ist gut so. Das ist der logische Schritt, wenn man auch Nein zu seiner Version der Vergangenheit gesagt hat und Ja zu seiner neuen Identität. Das bedeutet nicht, dass ich meine Vergangenheit ablehne oder ausblende, nein. Ich habe mich entschieden, dass die Weisheit und die Learnings daraus in meinen Zellen gespeichert sind und diese ganze emotionale Ladung daraus gelöst ist, oder anders gesagt: „Der Schrott der Vergangenheit ist aus meinem Nervensystem gelöscht.“

Daher frag dich gern mal: Zu welcher Version von dir darfst du jetzt Nein sagen? Beziehungsweise zu welcher Version deines Kindes dürft ihr jetzt Nein sagen? Was darf dein Kind aus seiner Identität löschen?


Das Wichtigste in Kürze

Du siehst: Summa summarum geht es beim Nein sagen um so viel mehr, als nur ein Nein zu sagen, weil man gerade vielleicht keine Zeit hat und etwas anderes machen möchte. Vor allem geht es beim Nein sagen um die eigene Identität. Je klarer man selbst ist, desto leichter ist das Leben, weil man schnelle Entscheidungen treffen kann.


Mein Angebot für dich

Wenn du willst, dass ich gemeinsam mit deinem Kind an seiner Identität arbeite, dann schau einfach auf meine Website. Dort findest du die Details zu all meinen Angeboten.

Und wenn du mit mir kurz über eure individuelle Situation sprechen möchtest, um zu schauen, welches Angebot für eure aktuelle Situation perfekt ist, dann schreib mir gern oder vereinbare dir gleich dein kostenloses Beratungsgespräch.

 

 

In diesem Sinne: Alles Liebe und happy day,

deine

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